Wirtschaft

„Öffentliche Versicherungen“ setzt Erfolgskurs fort

Jürgen Müllender, Franz Thole und Dr. Ulrich Knemeyer vom Vorstand der Öffentlichen Versicherungen stellten das Jahresergebnis 2015 vor.

Jürgen Müllender, Franz Thole und Dr. Ulrich Knemeyer (von links) vom Vorstand der Öffentlichen stellten das Jahresergebnis 2015 vor.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb) – Trotz schwieriger Bedingungen sind die „Öffentliche Versicherungen Oldenburg“ stabil und solide durch das Jahr 2015 gekommen. Das berichtete Vorstandsvorsitzender Franz Thole heute anlässlich der Jahrespressekonferenz in Oldenburg. „Die Versicherungswirtschaft bewegt sich seit Jahren in einem schwierigen Umfeld bedingt durch zunehmende regulatorische Anforderungen, ausufernde Verbraucherschutzregelungen, den Digitalisierungstrend sowie das anhaltende Niedrigzinsniveau.“ Dennoch sprach Thole von einem erfolgreichen Jahr.

Die Oldenburgische Landesbrandkasse (OLBK) verzeichnete über alle Sparten ein Beitragswachstum von 1,7 Prozent auf rund 156,6 Millionen Euro und damit einen historischen Höchststand. „Diesem Rekordniveau bei den Beitragseinnahmen stand eine höhere Schadenbelastung gegenüber, was den zahlreichen Stürmen im Oldenburger Land geschuldet ist“, berichtet Thole. Mit rund 127 Millionen Euro lag der Bruttoschadenaufwand um drei Millionen Euro höher als 2014. Allein der Aufwand für Sturmschäden stieg von 1,5 auf 8 Millionen Euro. Die Anzahl der Sturmschäden erhöhte sich von rund 2000 im Jahr 2014 auf über 11.000 im vergangenen Jahr.

Rückläufig war der Schadenaufwand bei den Feuerversicherungen. Die 40 größten Schäden verursachten ein Schadenvolumen von mehr als zehn Millionen Euro. Deutlich weniger Schäden wurden in der Wohngebäudeversicherung registriert. Im Bereich Haftpflicht-Unfall-Kraftfahrt sank der Schadenaufwand in der Kraftfahrtversicherung. Thole führte das primär auf die milde Witterung zurück.

Gleichwohl machen sich bei der Autoversicherung die Assistenzsysteme bemerkbar. „Wir verzeichnen weniger schwere Personenschäden“, berichtete Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Knemeyer. „Die Technologiestandards lassen Schäden geringer ausfallen.“

„Mit 172.000 Kfz-Haftpflichtversicherungsverträgen ist fast jedes vierte Fahrzeug im Oldenburger Land bei der Öffentlichen versichert. Im vergangenen Jahr hatten rein rechnerisch von 1000 bei uns versicherten Autos 52 einen Schaden. Statistisch gesehen hätte jeder bei der Öffentlichen Versicherte alle 18 Jahre einen Autoschaden“, rechnete Vorstandsmitglied Jürgen Müllender vor.

Die Zahl der Lebensversicherungsverträge bei der Öffentlichen erhöhte sich um 200 auf 112.037. Die Stornoquote betrug lediglich 2,6 Prozent und ist somit eine der niedrigsten in der Branche. Besonders erfolgreich verlief das Altersvorsorgegeschäft. Thole machte darauf aufmerksam, dass es immer schwieriger sei, bei der Neuanlage der Versichertengelder geeignete, sichere Kapitalanlagen zu finden. So senkt auch die Öffentliche 2016 für Lebensversicherungen ihre Überschussbeteiligung für Verträge, bei denen der zugesagte Rechnungszins es zulässt auf 2,5 Prozent.

Kontinuierlich gewachsen sind die Kapitalanlagen mit 1,408 Milliarden Euro, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. „Ein Teil der Kapitalanlagen laufen noch zu alten Konditionen“, erläutert Thole die günstige Entwicklung. Grundsätzlich stehe auch die Öffentliche unter dem Druck des Niedrigzinses, räumte er ein, ließ aber keinen Zweifel daran, dass im Geschäftsjahr 2016 der solide und stabile Kurs fortgesetzt wird.

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