Abfall-Bilanz: Oldenburg trennt gut, Müll wird mehr

Nach Angaben des AWB trennten die Menschen in der Stadt weiter gut.
Foto: KI
In Oldenburg ist 2025 etwas mehr Abfall angefallen als im Vorjahr. Das zeigt die Abfall-Bilanz des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB). Insgesamt gingen 70.843 Tonnen ein, nach 70.471 Tonnen im Jahr 2024. Das entspricht einem Plus von 0,53 Prozent. Trotz des Anstiegs sieht der AWB einen stabilen Trend bei der Mülltrennung in der Stadt.
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AWB-Betriebsleiter Marco Janssen ordnet die Zahlen ein. „Zum zweiten Mal seit 2017 wurde eine Gesamtabfallmenge von über 70.000 Tonnen in Oldenburg verzeichnet. Das mag auf den ersten Blick negativ erscheinen, allerdings ist auch die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen.“ Positiv bewertet er den Umgang mit den einzelnen Fraktionen. „Die Oldenburgerinnen und Oldenburger sind offenbar nach wie vor gute Mülltrennende“, sagt Janssen. Auch die regelmäßigen Sichtkontrollen bestätigten dieses Bild.
Restmüll bleibt größte Fraktion
Den größten Anteil an der Gesamtmenge hat weiter der Restmüll. Über die schwarze Tonne sammelte der AWB 19.406 Tonnen. Das sind 441 Tonnen weniger als 2024. Der Anteil an der gesamten Abfallmenge liegt bei 27,39 Prozent. Auch pro Kopf ging das Aufkommen zurück, und zwar um 2,8 Kilogramm auf 109,9 Kilogramm je Einwohner/in.
Beim Biomüll zeigt die Bilanz einen leichten Anstieg. 2025 erfasste der AWB 14.743 Tonnen. Das entspricht einem Plus von 1,19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt bei 83,5 Kilogramm je Einwohner/in.
Deutliche Ausschläge bei einzelnen Fraktionen
Bei Dachpappe verzeichnet der AWB den größten Zuwachs. Die Menge stieg um 111,15 Prozent auf 209 Tonnen. Auch bei den Baumischabfällen gab es einen deutlichen Anstieg. Hier lag die Menge mit 1.600 Tonnen um 50,77 Prozent über dem Vorjahreswert.
Grün- und Gartenabfälle gingen dagegen zurück. Ihre Menge sank um 309 Tonnen auf 9.573 Tonnen. Beim Sperrmüll stieg das Aufkommen auf 5.157 Tonnen. Das sind 219 Tonnen mehr als 2024. Die mineralischen Abfälle sanken um 45,15 Prozent auf 135 Tonnen. Aus öffentlichen Papierkörben sammelte der AWB mit 291 Tonnen 21,19 Prozent mehr Abfall als im Vorjahr.
Weniger Papier, Verpackungen und Altglas
Bei den Wertstoffen setzte sich der Rückgang in mehreren Bereichen fort. Die ARGE Duales System Oldenburg erfasste 2025 insgesamt 5.994 Tonnen Leichtverpackungen. Das sind 58 Tonnen weniger als im Vorjahr. Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt bei 33,9 Kilogramm je Einwohner/in.
Bei Papier, Pappe und Kartonagen wurden 8.639 Tonnen eingesammelt. Damit sank die Menge erneut deutlich, und zwar um 481 Tonnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt bei 48,9 Kilogramm je Einwohner/in und erreicht damit einen Tiefstwert.
Auch beim Altglas ging die Menge zurück. 2025 wurden 3.969 Tonnen in den öffentlichen Containern gesammelt. Das sind 76 Tonnen weniger als 2024. Pro Kopf sank das Aufkommen um 0,5 Kilogramm auf 22,5 Kilogramm je Einwohner/in.
Annahmestellen bleiben stark genutzt
Gut angenommen wurden erneut die beiden Wertstoffannahmestellen Neuenwege und Langenweg. 164.710 Kund/innen nutzten die Standorte im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Plus von 5 Prozent. Insgesamt gaben sie 22.331 Tonnen Wertstoffe ab. Im Durchschnitt lag die Menge wie schon 2024 bei 136 Kilogramm pro Kopf.
Beim Vergleich der Standorte holte Langenweg weiter auf. Dort stieg die Menge gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent. In Neuenwege lag das Plus bei 3 Prozent.


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