Wirtschaft

Aussperrung: Warnstreik bei NWPP eskaliert

Vor dem NWZ-Gebäude in der Oldenburger Peterstraße streikten die Beschäftigte der NWPP.

Vor dem NWZ-Gebäude in der Peterstraße streikten die Beschäftigte der NWPP.
Foto: privat

Oldenburg (am) Seit gestern streiken Beschäftigte der NW Post- und Presselogistik (NWPP) in Oldenburg. Heute eskalierte der Arbeitskampf, die beteiligten Mitarbeiter wurden von der Arbeit ausgesperrt, so die Gewerkschaft ver.di. Die NWPP ist ein Unternehmen der NWZ-Gruppe und seit 2007 alleiniger Dienstleister der CITIpost Oldenburg.

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Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilt, habe der Briefdienstleister allen anderen Beschäftigten die Arbeitsaufnahme erlaubt und aufgefordert, die nicht zugestellten Briefsendungen vom Vortag heute zu bearbeiten. Die für heute eingelieferten Briefmengen seien von der CITIPost bei der Deutschen Post zu Zustellung in Auftrag gegeben.

„Die Aussperrungen sind völlig unangemessen und rechtlich nicht haltbar. Die Beschäftigten fordern den Arbeitgeber auf, seine Blockadehaltung aufzugeben und mit einem verhandlungsfähigen Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, so Cathrin Radloff, Gewerkschaftssekretärin.

Die Gewerkschaft ver.di will mit den Streikmaßnahmen einen Mantel- und Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der NWPP durchsetzen. Die Beschäftigten möchten „weg vom Stücklohn – hin zum Stundenlohn – der ohne Hartz IV-Leistungen auskommt“. „Die Arbeitgeber haben seit über einem Jahr in elf Verhandlungsrunden kein akzeptables Angebot vorgelegt“, so Cathrin Radloff zuständige Sekretärin von ver.di.

An den Streikmaßnahmen beteiligen sich zwei Drittel der rund 50 Beschäftigten an vier Standorten in Oldenburg. Das hat zu Beeinträchtigungen bei der Zustellung der Postsendungen der CITIPost geführt.

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