Ausbildung

Angehende Polizisten: Traumberuf geht in Erfüllung

Bevor ihre Ausbildung zum Polizist beginnt, lernten Adriana Wojtke und Jonas Osmer den Polizeipräsidenten Johann Kühme und ihre zukünftigen Kollegen Janina Schäfer und Stefan Merhauer kennen.

Bevor ihre Ausbildung beginnt, lernten Adriana Wojtke und Jonas Osmer (3. und 4. von links) den Polizeipräsidenten Johann Kühme und ihre zukünftigen Kollegen Janina Schäfer und Stefan Merhauer (von links) kennen.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb) Für Adriana Wojtke aus Delmenhorst und Jonas Osmer aus Stuhr ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Demnächst beginnt ihre Ausbildung als Polizist.

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Die beiden 16-Jährigen hatten schon als Kinder den Wunsch, bei der Polizei zu arbeiten. In ihrem Umfeld gibt es Polizisten, so dass sie wussten, was auf sie zukommt. Als in der Schule Schulpraktikum angesagt war, gingen die beiden natürlich zur Polizei und sahen sich in ihrer Berufswahl bestätigt.

Allerdings reichte das Zeugnis nicht aus, um zu den Auserwählten zu gehören. Sie mussten sich wie alle Bewerber einem vierstündigen Computertest unterziehen und beweisen, dass sie rechnen und Diktate schreiben können, logisches Denken beherrschen und sich Dinge gut merken können. Außerdem mussten sie ihre körperliche Fitness unter Beweis stellen. Weil Jonas leidenschaftlicher Handballer ist, fiel ihm der fünf Kilometer lange Lauf in 28 Minuten nicht schwer. Auch Adriana, die Kickboxen, Judo und Karate beherrscht, absolvierte die sportliche Prüfung problemlos.

Schließlich gab es noch ein persönliches Gespräch in Oldenburg. „Klar, nervös war ich schon“, sagt Jonas. „Aber die Leute waren sehr nett zu uns, da ist die Unruhe schnell verflogen.“ Beide bekamen ihre Zusage und gehen demnächst zwei Jahre zur Schule, um ihre Fachhochschulreife nachzuholen. Dort wechseln sich Theorie und Praxis kontinuierlich ab. Danach besuchen sie drei Jahre als Polizeikommissar-Anwärter die Polizeiakademie und sind dann Polizisten.

Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, freut sich über die neuen Kollegen und weist darauf hin, dass die Polizei keine Nachwuchssorgen hat. „Wir sind nach wie vor ein attraktiver Arbeitgeber“, sagt er gestern bei der Vorstellung des Nachwuchses in Oldenburg. „Jährlich bewerben sich über 4800 junge Leute bei der Polizei in Niedersachsen. Zum 1. Oktober werden insgesamt 670 Kommissaranwärter, davon 130 Fachoberschüler, ihre Ausbildung beginnen.“

Damit das so bleibt, macht die Polizei regelmäßig mit Aktionen auf sich aufmerksam, besucht Schulen und beteiligt sich an öffentlichen Veranstaltungen, um über den Polizeiberuf zu informieren. Speziell am 24. Juni findet in Hannover der „Wellcome Day“ statt. Da werden alle neuen Anwärter mit ihren Familien eingeladen, Einblicke in ihren künftigen Arbeitsbereich zu bekommen.

Was muss ein Polizist heute mitbringen?

„Er muss teamfähig, flexibler, sportlich und empathisch sein sowie eine bunte Gesellschaft mögen“, sagt Thomas Hisgen, zuständig für Aus- und Fortbildung. Die beiden angehenden Polizisten konnten das in die Waagschale werfen und sind jetzt ziemlich gespannt auf das, was kommt. Dass sie vorab schon ihren obersten Dienstherren kennengelernt haben, finden sie beeindruckend. Und wie war er? „Total nett, ich hätte gedacht, dass hier ein kühleres Klima herrscht“, ist Jonas angenehm überrascht.

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3 Kommentare

  1. asco
    26. Juni 2014 um 12.59

    mir kommt das kotzen

  2. Blaulicht
    26. Juni 2014 um 15.30

    Und sie wissen nicht, was sie (sich) (an-) tun!!!

  3. Heinz Schlüter
    27. Juni 2014 um 13.28

    Es ist schön, dass junge Menschen noch Polizeibeamte werden wollen. Aber wer hat ihnen wirklich den Beruf geschildert? Wären sie wirklich aufgeklärt worden, hätten sie sich niemals für diesen Beruf entschieden. Siehe: http://quotenqueen.wordpress.com/2014/06/25/offener-brief-eines-polizeibeamten/