Linken-Fraktion wechselt geschlossen zur neuen Wagenknecht-Partei

Holger Onken, Hans-Henning Adler, Christel Homann und Jonas Christopher Höpken (von links oben) wechseln zur neuen Partei von Sahra Wagenknecht.

Holger Onken, Hans-Henning Adler, Christel Homann und Jonas Christopher Höpken (von links oben) wechseln zur neuen Partei von Sahra Wagenknecht.
Foto: privat

Oldenburg (am) Die Linke Sahra Wagenknecht will am kommenden Montag, 8. Januar, ihre neue Partei vorstellen, die sich bisher als „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) zusammengefunden hat. Die ersten 400 Mitglieder sollen aufgenommen und das Spitzenpersonal für die Europawahl vorgestellt werden. Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag aus Oldenburg, Amira Mohamed Ali, hat bereits im Oktober ihren Parteiaustritt und ihren Vorsitz im Verein BSW bekannt gegeben. Jetzt teilt die gesamte Fraktion der Linken im Oldenburger Stadtrat mit, dass alle vier Mitglieder geschlossen in die in Gründung befindliche Partie wechseln.

Alle vier Fraktionsmitglieder Hans-Henning Adler, Jonas Christopher Höpken, Christel Homann und Holger Onken haben zum Ende des letzten Jahres ihren Austritt aus der Partei Die Linke erklärt. Das gilt auch für mehrere weitere Mitglieder des Kreisvorstands der Linken im Verband Oldenburg/Ammerland.

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Das Zerwürfnis zwischen vielen Mitgliedern im hiesigen Kreisverband mit der Bundespartei hatte sich bereits über viele Monate angedeutet. Der Fraktionsvorsitzende im Oldenburger Rat, Holger Onken, sagt dazu: „Wir wollen breite Bevölkerungsschichten mit einer vernunftorientierten Politik erreichen und nicht, wie Partei Die Linke, viele kleine Gruppen mit Spezialthemen einzeln ansprechen.“

Hans-Henning Adler, der die Vorgängerpartei PDS 1990 in Oldenburg gegründet und Die Linke über Jahrzehnte im Rat und von 2008 bis 2013 auch im Landtag vertreten hatte, erklärt: „Die Linke hat in den letzten Jahren ihre Oppositionskraft verloren, vor allem in Fragen der Energie- und der Außenpolitik; damit hat die Partei es versäumt, die sozialen Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen.“

Der neuen Partei können die vier Ratsleute frühestens beitreten, wenn sie gegründet wurde. Dann kann auch frühestens eine Umbenennung der Ratsfraktion erfolgen, das wird noch im Januar passieren. Die Fraktion wird in der jetzigen Zusammensetzung im Rat weiterarbeiten. „Wir tun dies, weil wir uns gegenüber unseren Wählerinnen und Wählern in der Pflicht sehen, auf der Grundlage unseres Kommunalprogramms für eine Politik für soziale Gerechtigkeit und Freiheit einzutreten. Wir wollen die Politik vertreten, für die wir angetreten sind: eine freiheitliche, soziale und vernunftorientierte Politik, die sich an den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in unserer Stadt orientiert“, schreiben der Fraktionsvorsitzende Holger Onken, Christel Homann, Hans-Henning Adler und Jonas Christopher Höpken.

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