Politik

Gewerkschaften fordern Mindest-Kurzarbeitergeld

Im vergangenen Jahr meldeten sich 75 Prozent aller Betriebe des Gastgewerbes in der Stadt Oldenburg zur Kurzarbeit an.

Im vergangenen Jahr meldeten sich 75 Prozent aller Betriebe des Gastgewerbes in der Stadt Oldenburg zur Kurzarbeit an.
Foto: NGG

Oldenburg (cb/pm) Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert zusammen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein Mindest-Kurzarbeitergeld von monatlich 1200 Euro. Passend zum nächsten Bund-Länder Gespräch am Mittwoch macht die Gewerkschaft NGG auf die dramatischen Folgen der Schließungen für die Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes in Oldenburg aufmerksam.

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Nach Einschätzung der Gewerkschaft haben die aktuellen Schließungen ähnliche Auswirkungen wie der Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres. Damals meldeten 214 gastgewerbliche Betriebe in Oldenburg Kurzarbeit an – das sind 75 Prozent aller Betriebe der Branche in der Stadt. Laut der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der kurzarbeitenden Köchinnen und Köche, Kellnerinnen und Kellner sowie Hotelangestellten auf 1392.

„Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Letzte Reserven sind längst aufgebraucht. Und es könnten noch Monate vergehen, bis Lokale und Hotels wieder öffnen“, so Matthias Brümmer, Geschäftsführer der NGG-Region Oldenburg-Ostfriesland.
Mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere Teilnehmende des Koalitionsausschusses fordern die Gewerkschaften NGG und ver.di ein branchenunabhängiges Mindest-Kurzarbeitergeld von 1200 Euro. Am 11. Februar debattiert auch der Deutsche Bundestag über das Thema. Der offene Brief und die Unterzeichnung der Petition können unter www.ngg.net eingesehen werden.

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