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Keramiktage: Meister der keramischen Kunst

Am 1. und 2. August können sich die Besucher der 33. Internationalen Keramiktage auf dem Oldenburger Schlossplatz auf 124 Keramiker freuen.

Am 1. und 2. August können sich die Besucher der 33. Internationalen Keramiktage auf 124 Keramiker freuen.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg / zb – Wenn am 1. und 2. August die 33. Internationalen Keramiktage in Oldenburg auf dem Schlossplatz stattfinden, können sich die Besucher auf 124 Keramiker aus Deutschland und 13 weiteren Ländern freuen. Design und Handwerk stehen dann im Mittelpunkt. Veranstaltet werden sie von der Werkschule – Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit Oldenburg.

„Es ist ein Fest für alle von Kunst, Design und Handwerk Begeisterte und ein Anziehungsort für nationale und internationale Meister der keramischen Kunst“, sagt Beate Anneken, künstlerische Leiterin der Werkschule und zuständig für die Keramiktage. Die Veranstaltung gehört mittlerweile zu einer der bedeutendsten Plattformen der deutschen und internationalen Keramikkunst. Keramische Spitzenklasse verspricht die Expertin. Außerdem ist es die einzige Veranstaltung dieser Art im Norden, wo derart viel keramisch Erlesenes zu bewundern ist.

Die Freiluft-Galerie lockt über 60.000 Besucher aus nah und fern auf den Schlossplatz, wo wahre Schätze zu entdecken sind. Vom ambitionierten Sammler bis hin zum Keramik-Liebhaber versammelt sich alles, um die ganze Bandbreite von der keramischen Kunst bis zur Gebrauchskeramik in Augenschein zu nehmen. Hier sind neue Trends ebenso zu entdecken wie neue Techniken. Hier gibt es Unikat-Gefäße und Plastiken, Schönes und nicht Alltägliches für den Gebrauch, Individuelles für Haus und Garten – kurzum alles, was das Keramikherz begehrt.

Aus 350 Bewerbern von einer fachkundigen Jury ausgewählt, präsentieren 124 Keramiker aus ganz Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Dänemark, Schweden, der Türkei, Polen, der Tschechischen Republik, Italien, der Schweiz und Amerika ihr Stücke. Dazu gibt es ein außergewöhnliches Programm mit Vorträgen und Workshops, Sonderausstellungen und Preisvergaben für herausragende Keramik.

Interessant dürfte die Ausstellung der letztjährigen Trägerin des Preises der „Neuen Keramik“, Karima Duchamp, im Marmoorsaal des Schlosses sein, „Das Sichtbare und das Unsichtbare – The visible and the invisible“ titelt die Ausstellung. Und mit sicherem Spürsinn können die Besucher an einem Bilderrätsel in Form eines Suchspiels teilnehmen. Insgesamt acht Keramikarbeiten, die auf einem Blatt abgebildet sind, müssen auf dem Markt gefunden werden. Wem das glückt, der nimmt an einer Verlosung teil. Zu gewinnen sind keramische Arbeiten im Wert von 25 bis 75 Euro. Die Gewinner werden in einer Ziehung am 4. August ermittelt.

33. Internationale Keramiktage Oldenburg

Die Internationalen Keramiktage finden auf dem Schlossplatz, Samstag, 1. August, von 10 bis 18 Uhr, und Sonntag, 2. August, von 11 bis 18 Uhr statt. Weitere Infos unter www.keramiktage.com.

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4 Kommentare

  1. Werner Lorenzen-Pranger
    27. Juli 2015 um 11.05

    Das waren noch Zeiten, als die „Keramiktage“ noch „Töpfermarkt“ hießen – und immer auch noch ein kleines Rahmenprogamm hatten, Musik, Gauklerei usw. Da gab es, für mich unvergessen, zum Beispiel einen herumgehenden Puppenspieler mit Bauchladenbühne, bei dem man verschiedene Kurz-Stücke, meist komprimierte Märchen, wählen konnte, die er dann selbst für kleinste Gruppen spielte.
    Die NWZ schrieb dazu oft genug, zum Puppenspieler z.B., negative Kritiken oder ignorierte das ganz – – – aber davon verstehen die eben auch nichts.

  2. Werner Lorenzen-Pranger
    2. August 2015 um 9.56

    Tja, jetzt muß ich meinen Eintrag oben nach einer unglaublichen, ja skandalösen, Information ergänzen. Bei meinem Besuch dort gestern bekam ich mit, daß ein sehr guter (!) Straßenmusiker, dessen besondere Instrumente und Klänge, sehr meditativ, auch noch gut zu diesen Keramiktagen passen, dort offenbar vertrieben werden sollte. Scheinbar wehrte er sich erfolgreich gegen diese kunstfeindliche Frechheit.
    Ich kann es nur noch einmal wiederholen, die zusätzlich ENGAGIERTEN Künstler auf dem Töpfermarkt bekamen feste Gagen von der Stadt und durften zusätzlich noch Geld sammeln. Heute spielt einer auf eigene Rechnung und Gefahr – und soll, obwohl hohe Qualität, vertrieben werden? Die Faschistisierung dieser Geselllschaft in allen Bereichen schreitet offensichtlich munter voran – und das sind, jeder, der die kleinen und großen Vorfälle, ob, wie hier, auf der Straße oder in den Nachrichten, „Generalbundesanwalt“, wahrnimmt weiß das, längst keine Anfänge mehr!
    Daß Straßenkünstler in Oldenburg ohnehin vom „Ordnungsamt“ gern schikaniert werden (halbstündige Platzwechsel bei großem Instrumenteneinsatz sind bestenfalls eine Vergrämungsmaßnahme, aber kein konstruktiver Beitrag), dürfte auch vielen bekannt sein. Hier sollten auch die in der Aktion „kauf hier“ engagierten Geschäftsleute endlich einmal hellhörig werden, wollen sie doch erklärtermaßen das lebendige Einkaufs-Event als Gegenentwurf zum erlebnisarmen Online-Einkauf. Gute Straßenkünstler leisten dazu einen erheblichen Beitrag. Vor wenigen Jahren haben genau sie solche Straßenkünstler als Werbemaßnahme noch selbst oft für viel Geld engagiert!

  3. Karl
    2. August 2015 um 14.00

    @Werner Lorenzen-Pranger,

    „Faschistisierung dieser Geselllschaft“ ist ja nun wirklich ein wenig starker Tobak und manifestiert sich sicher nicht in der Vertreibung von Straßenkünstlern. Ansonsten gebe ich Ihnen recht.

    • Werner Lorenzen-Pranger
      2. August 2015 um 23.55

      Künstler, zumal unkontrolierbare, sind und waren autoritären Staaten stets ein Dorn im Auge. Nichts fürchten die geistig Armen mehr, als unkontrollierbare Kreatitivität und Lebensentwürfe. Logisch für Leute, denen die komplette ängstliche Kontrolle eines Volkes die einzige Garantie für ihre erbärmliche Existenz ist. Also greift man Circus, Schausteller, Straßenkünstler usw. als Erstes an – gehören sie doch zu den „Zigeunern“, die sich keiner Regel unterwerfen wollen, egal ob sie tatsächlich zu den Sinti, Roma oder Jenischen gehören oder nicht.