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Erstes „Death Café“ im Staatstheater

Am Sonntag, 22. November, lädt das Staatstheater in Kooperation mit der Stiftung Evangelischer Hospizdienst Oldenburg zum ersten Death Café in die Exerzierhalle ein. In besonderer Atmosphäre soll dort gemeinsam über den Tod gesprochen werden.

In besonderer Atmosphäre soll beim „Death Café“ über den Tod gesprochen werden.
Grafik: Staatstheater

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Oldenburg (ck/pm) – Vor ein paar Jahren lud der Londoner Jon Underwood Menschen in sein Haus ein, um sich mit ihnen über den Tod zu unterhalten. Tee und Kuchen waren Pflicht, denn: „Wenn man über den Tod spricht, hilft es etwas zu essen und zu trinken, um keine Angst zu haben.“ Mittlerweile sind über 400 „Death Cafés“ auf der ganzen Welt über seine Website vernetzt.

Jetzt findet das erste „Death Café“ in Oldenburg statt. Am Sonntag, 22. November, lädt das Staatstheater in Kooperation mit der Stiftung Evangelischer Hospizdienst Oldenburg ab 14 Uhr in die Exerzierhalle ein. In besonderer Atmosphäre, in kleinen moderierten Gesprächsgruppen und bei Kaffee, Tee und Kuchen, soll dort gemeinsam über den Tod gesprochen werden. Es gibt die Möglichkeit Fragen zu stellen, einem konkreten Gedanken nach zu hängen, andere Meinungen zu hören, gesellschaftspolitische Themen zu diskutieren oder konkrete Ideen für die eigene Trauerfeier zu entwickeln.

Das „Death Café“ hat seinen Ursprung, wie auch die Hospizbewegung, in England. In der britischen Hauptstadt, in der Jon Underwood das „Death Café“ 2011 ins Leben rief, fehlte ihm ein ernsthafter Austausch mit der eigenen Vergänglichkeit. Die Stadt pulsiert, ist anonym und schläft niemals. In der Woche hat man im Job zu funktionieren um am Wochenende das Leben in vollen Zügen zu genießen. Das Leben ist folglich zu kurz, um über den Tod nachzudenken. Und dennoch haben viele Menschen Fragen und Wünsche und möchten den Tod als unser gemeinsames menschliches Ende wieder mehr im Leben sichtbar machen. Die Idee folgt also Underwoods Vision, den Tod aus der scheinbar dunklen und unliebsamen Ecke zu holen und ihn ins pralle Leben zu integrieren.

Weitere Termine sind für den 20. März und den 22. Mai 2016 geplant.

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