Oldenburg

Demo für ein klimaneutrales Oldenburg

Mehrere Bündnisse riefen heute zu einer Laufdemo anlässlich der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Oldenburger Stadtrats auf.

Mehrere Bündnisse riefen heute zu einer Laufdemo anlässlich der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Oldenburger Stadtrats auf.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (cb/pm) Die Bündnisse „Wald Wasser Wiesen Retten“,„Oldenburg Klimaneutral 2030“ und weitere Gruppierungen riefen heute zu einer gemeinsamen Laufdemo mit Kundgebung anlässlich der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Oldenburger Stadtrats auf. Mit der Demonstration soll auf die Forderungen und Erwartungen der Bündnisse an den neu gewählten Rat aufmerksam gemacht werden, zum Beispiel den Stopp der Fliegerhorst-Straße und ein klimaneutrales Oldenburg bis 2030.

Anzeige

„Der neue Rat der Stadt hat es in der Hand, den Beschluss zur Klimaneutralität möglichst schnell in die Tat umzusetzen. Wir brauchen jetzt eine zügige Reduktion der Treibhausgas- emissionen, damit wir und alle folgenden Generationen keine Freiheitseinschränkungen erwarten müssen. Die nächsten Jahre werden die letzten sein, in denen wir die Chance haben, die Klimakrise zu stoppen und der neue Rat entscheidet mit darüber, ob das gelingt. Er muss durch seine Klimapolitik Verantwortung dafür übernehmen, dass die Ziele eingehalten werden, deshalb darf auch die Fliegerhorst-Straße nicht gebaut und die Klimaneutralität muss bis spätestens 2035, besser 2030 erreicht werden.“, sagt Carlsson Skiba von Students for Future.

Bekräftigt wird die Demonstration mit einem offenen Brief an die Mitglieder*innen des neu gewählten Rates der Stadt Oldenburg. Drei zentrale Forderungen werden aufgestellt:

  • Klimaneutralität bis 2030
  • Keine Fliegerhorst-Straße, stattdessen eine Verkehrswende
  • Zusätzliches Klimaschutz-Sofortprogramm mit schnell umzusetzenden Maßnahmen zum Erreichen des selbstgesteckten Klimaneutralitätsziels

Der vollständige Brief ist unter www.fffutu.re/offener-brief-ol einzusehen.

Über den Verlauf der konstituierenden Ratssitzung berichtet die Oldenburger Online Zeitung morgen in einem Artikel.

Vorheriger Artikel

Hausärzte kritisieren Spahns Strategie für Auffrischimpfungen

Nächster Artikel

Handelsexperten loben Stahl-Deal zwischen EU und USA

7 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    1. November 2021 um 23.26 — Antworten

    Wieso bekommt man solche Termine nicht irgendwo mit? Ich wäre wahrscheinlich dabei gewesen.

  2. Markus
    2. November 2021 um 11.44 — Antworten

    Haben diese Demonstranten auch konstruktive Vorschläge und Ideen, wie das angegangen und vor allem finanziert werden soll? Oder werden wie üblich nur Forderungen aufgestellt?
    Die Fliegerhorststrasse ist notwendig, damit sich der Verkehr eines komplett neuen Stadtteils nicht durch die Alexanderstrasse und den Rauhehorst quetschen muss. Der ÖPNV ist dafür bei weitem nicht ausreichend.
    Nur weil es ihnen ausreicht, mit dem Rad zur Schule zu fahren heisst das noch lange nicht, dass Familien und Berufspendler aufs Auto verzichten können.

  3. Manfred Murdfield
    4. November 2021 um 14.54 — Antworten

    „Keine Fliegerhorststrasse, statt dessen Verkehrswende“? Den Zusammenhang muss ich erst mal verstehen. Die Verkehrsmenge wird kaum beeinflusst, aber die Abgase der Umwege, die bei Fahrten z.B. von Alexanderheide zu Famila entstehen, eingespart. Nun denn. Geht es um den Baumbestand, dann ist Kritik berechtigt. Ich frage mich aber seit längerem, wo die diesbezügliche Kritik an den kilometerlangen Abholzungen der Bahn bleibt. Der dadurch verlorene Baumbestand ist m.E. erheblich höher. Und, wer ein Ziel hat, sollte den Weg dahin benennen. Und zwar konkret, mit Massnahmen und Zahlen, ohne plakative Beschwörungen. Fördern kann jede/r.

    • W. Lorenzen-Pranger
      4. November 2021 um 18.06 — Antworten

      Komisch, ich hatte bereits auf „Markus“ geantwortet, ist aber bisher nicht erschienen. Hier ein zweiter Versuch:
      Es gibt in den Niederlanden inzwischen zwei Orte, die komplett autofrei sind, ja es gibt sogar in den USA, DEM Autoland überhaupt, eine ganze Stadt ohne Autos – aber mit vielen Fahrrädern. Es gibt Städte wie Kopenhagen, Amsterdam, San Francisco, Austin, Long Beach usw., die sehr gute Lösungen gefunden haben. Kann man alles googeln.
      Es gibt also eine anständige Antwort auf ihre Aussage: „Und, wer ein Ziel hat, sollte den Weg dahin benennen.“ Sehen sie sich im Internet einfach die Konzepte dort an, die ja eigentlich ganz einfach zu übertragen wären – wenn man denn will.
      Ich frage mich immer mal wieder, warum Leute wie sie sich nicht erstmal zumindest etwas informieren, bevor sie schreiben.

      • Manfred Murdfield
        6. November 2021 um 10.54 — Antworten

        Ich kann ja mal bei der TU Berlin nachfragen, ob ich mein Stadtplanerdiplom wegen von einem Experten nachgewiesener Blödheit zurück geben sollte. Die Bezirksregierung Hannover kann ich nicht mehr fragen, ob ich meine Befähigung für den höheren techn. Verwaltungsdienst überhaupt zu Recht habe. Fachleute haben es nicht leicht bei der OOZ, es gibt einen, der weiss immer schon alles besser. Zum Glück für die LeserInnen.

      • Markus
        7. November 2021 um 1.15 — Antworten

        Komplett autofrei erfordert eine entsprechende Infrastruktur, einen funktionierenden und bezahlbaren ÖPNV (ein VBN-Jahresticket für eine vierköpfige Familie kostet ein halbes Vermögen) und vernünftige Radwege. Das alles ist Mangelware in Oldenburg. Hier muss noch extrem viel getan werden, damit man auf ein Auto verzichten kann.

  4. Manfred Murdfield
    6. November 2021 um 12.14 — Antworten

    Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Redaktion der OOZ die Klugscheißer-Bombardierung mit persönlichen Attacken eingeschränkt hat.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.