Oldenburg

Anzahl der Einbrüche auf dem Tiefstand

Die Zahl der registrierten Straftaten erreicht den tiefsten Stand der letzten drei Jahrzehnte.

Die Zahl der registrierten Straftaten erreicht den tiefsten Stand der letzten drei Jahrzehnte.
Foto: Marco / flickr.com; Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (ots) Die Kriminalitätslage im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion ist im Jahr 2017 stark zurückgegangen. Mit 18.401 registrierten Straftaten in der Stadt Oldenburg sowie im Landkreis Ammerland erreicht diese Zahl den tiefsten Stand der letzten drei Jahrzehnte. Die Aufklärungsquote stieg darüber hinaus leicht an: sie erreichte einen Wert von 57,61 Prozent, dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Jahr 2016 um 1,17 Prozent.

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Mit einer Häufigkeitszahl von 6.380 wurden im Jahr 2017 weniger Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert als im Jahr 2016 (6986). Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, ist damit weiter gesunken.

Stadt Oldenburg

In der Stadt Oldenburg registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 13.583 Straftaten. Auch dies entspricht in der Langzeitbetrachtung der letzten 30 Jahre einen Tiefstand. Mit einer Häufigkeitszahl von 8197 liegt der Ballungsraum „Stadt Oldenburg“ auch 2017 wieder im Mittelfeld der kriminalitätsbelasteten kreisfreien Städte in Niedersachsen.

Die Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruch sind um 5,76 Prozent auf 409 gefallen. Der in diesem Zusammenhang hohe Anteil an Versuchstaten (186 / 45,48 Prozent) lässt hier den Rückschluss auf eine erfolgreiche polizeiliche Arbeit im Bereich der Einbruchsprävention sowie ein Umdenken der Wohnungs- und Hauseigentümer beim Einbruchsschutz zu.

Dem Rückgang der Anzahl der insgesamt registrierten Straftaten in der Stadt Oldenburg steht im Jahr 2017 ein leichter Anstieg der Roheitsdelikte entgegen. Mit 1.736 Fällen ist hier ein Anstieg um 3,03 Prozent zu verzeichnen. Im Vergleich mit der Gesamtkriminalität entspricht dies einem Wert von 12,78 Prozent und liegt dabei in einem eher unterdurchschnittlichen Bereich (zum Vergleich: in Niedersachsen beträgt der Anteil der Roheitsdelikte 14,62 Prozent).

Einen deutlichen Anstieg verzeichnet die Polizei bei denen in der Stadt Oldenburg registrierten Straftaten gegen das Leben. Hier ist ein Anstieg von 19 auf 58 Taten zu vermelden. 37 Fälle davon stehen hier im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Krankenpfleger Niels H.

Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurde ein Anstieg von 33,04 Prozent auf 149 Taten festgestellt. Bei den sexuellen Belästigungen ist ein Anstieg von 0 auf 27 Fälle und bei der Verbreitung pornografischer Schriften von 11 auf 21 Fälle zu verzeichnen.

Landkreis Ammerland

Auch im Landkreis Ammerland konnte im vergangenen Jahr mit 4.818 registrierten Straftaten ein Tiefstand erreicht werden. Mit einer Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100.000 Einwohner) von 3.927 hat der Landkreis Ammerland damit den zweitniedrigsten Wert unter den Landkreisen in Niedersachsen.

Bei den Wohnungseinbrüchen wurden im Jahr 2017 137 Fälle festgestellt. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber 2016 um 38,01 Prozent. Fast jede zweite Tat (44,53 Prozent) wurde durch den oder die Täter noch im Versuchsstadium abgebrochen. Auch für den Landkreis Ammerland lässt dies Rückschlüsse auf die professionelle Beratung der Polizei und die empfohlenen baulichen Veränderungen im Bereich der Sicherheitstechnik zu. Die Fallzahlen bei den Rauschgiftdelikten sind im Landkreis Ammerland um 37,22 Prozent angestiegen. Dies ist jedoch mit einem umfangreichen Ermittlungskomplex zu erklären, der durch Beamte der Inspektion bearbeitet wurde. Bei den 542 Fällen im Jahr 2017 lag die Aufklärungsquote bei 97,23 Prozent.

Auffallend bei den ermittelten Tatverdächtigen bei allen Straftaten im Landkreis Ammerland ist der geringe Anteil bei der „Wohn- / Tatortbeziehung“. Viele der Tatverdächtigen haben ihren Wohnsitz außerhalb des Landkreises Ammerland; dies lässt auf überörtliche agierende Täterstruktur schließen.

„Auch wenn einige spektakuläre, öffentlichkeitswirksame Fälle im vergangenen Jahr einen anderen Eindruck vermitteln könnten, so ist doch bei Betrachtung der Entwicklung unübersehbar, dass die Menschen in der Stadt Oldenburg und im Landkreis Ammerland in einer eher sicheren Region des Landes leben“, so Inspektionsleiter Eckhard Wache im Rahmen der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017 für die Inspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland.

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1 Kommentar

  1. Drunken Master
    5. März 2018 um 13.43

    Danke Merkel !!!!!1!!!