Oldenburg

Osternburg: Neues Stadtteilzentrum in Planung

So soll das neue Stadtteilzentrum in Osternburg mit Supermarkt, Sporthalle und Kindergarten aussehen.

So soll das Gebäude mit Supermarkt, Sporthalle und Kindergarten aussehen.
Grafik: 9grad Architektur

Oldenburg (am) Der „aktiv & irma Markt“ in der Bremer Straße 48 hat wahrlich Charakter. Was seit 1928 Kino war, wurde erst 1967 zu einem Supermarkt umfunktioniert – mit engen Gängen und schrägen Böden. Nun hat er endgültig ausgedient. Auf insgesamt 9900 Quadratmetern wird auf dem Gelände zwischen Markt und Sporthalle ein neues Stadtteilzentrum entstehen. Das Besondere: Der traditionelle Turnverein Tura 76 mit rund 700 Mitgliedern zieht mit seiner Halle auf das Dach des neuen Supermarktes – neben eine Kindertagesstätte. Außerdem werden eine Tiefgarage, Wohnraum und ein Biergarten entstehen.

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Die Planungen der Frerichs Grundstücksgesellschaft und der Neun Grad Projektentwicklung sehen zunächst den Abriss der Tura-Halle vor, denn hier entsteht das neue Gebäude mit Supermarkt, Zweifeld-Sporthalle mit Umkleide- und Nebenräumen, zweigruppige Kindertagesstätte mit einem Dachgarten als Außenbereich und drei Wohnungen. Die Höhe des Gebäudes liegt zwischen 12 und 16,40 Meter, weil sie an die Bedürfnisse (beispielsweise Sport) angepasst werden muss. Weiterer Wohn- und Geschäftsraum entsteht später anstelle des heutigen Supermarktes, die bestehende Bebauung am Osternburger Markt bleibt erhalten. Voraussichtlich wird die Gastronomie nach hinten heraus durch einen Biergarten aufgewertet. Dazwischen: Parkflächen auf einem Multifunktionsfläche für Veranstaltungen. Darunter: eine Tiefgarage mit Zu- und Abfahrt zur Schützenhofstraße.

Der neue „aktiv & irma Markt“

Neben dem Verbrauchermarkt sollen in dem Gebäude ein Bäckereicafé, ein Feinkostladen und die Postfiliale untergebracht werden. Die Verkaufsfläche wird von zirka 1600 Quadratmetern des alten Marktes auf insgesamt zirka 2354 Quadratmeter erweitert. 64 Pkw Stellplätze wird die Tiefgarage bieten, die ebenerdige Multifunktionsfläche 62. Die Warenanlieferung wird zukünftig über die Schützenstraße – am Feuerwehrhaus Osternburg vorbei – erreichbar sein. Über diesen Weg und über die Ekkardstraße werden die Kunden den Markt erreichen. Das Ziel der Planer ist der Verzicht auf fossile Energieträger. „Das soll über eine Kombination aus Wärmerückgewinnung aus der Supermarkt-Kälte, Wärmepumpentechnik, Photovoltaik und Solarthermie erreicht werden“, erklärt Planer Jochen Rehling, Neun Grad Projektentwicklung.

Der Supermarkt an der Bremer Straße wird bald abgerissen.

Der Supermarkt an der Bremer Straße wird bald abgerissen.
Foto: Christian Kruse

Von hinten kann man den Saalbau noch erkennen. 1928 wurden in der Wirtschaft Krampe am Osternburger Markt die „Wunderburg-Lichtspiele“ mit 400 Plätzen eröffnet. Später gab es mit „Burg-Lichtspiele“ und die „Schauburg-Lichtspiele“ mehrere Anläufe. August Peter und Alfred Osterhaus eröffneten dann die „Schauburg“ mit 487 Plätzen links neben dem alten Kino. Umbenennungen, Ausweichkino, Pächterwechsel folgen. 1967 wurde das Kino endgültig geschlossen.
Foto: Christian Kruse

Die Halle von Tura 76 wird abgerissen. An dieser Stelle entsteht der neue Supermarkt.

Die Halle von Tura 76 wird abgerissen. An dieser Stelle entsteht der neue Supermarkt.
Foto: Anja Michaeli

Der Lageplan des neuen Stadtteilzentrums Osternburg.

Der Lageplan.
Grafik: 9grad Architektur

Aktuell befindet sich das Projekt mit den zahlreichen Beteiligten in der konkreten Planungsphase. Mit dem Baubeginn bzw. dem Abriss der Halle soll Anfang 2023 begonnen werden, insgesamt wird die Maßnahme drei Jahre dauern.

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