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Familie Siwek: Letzte Spende nach 20 Jahren

Hanna und Frerk Siwek (6. und 4. von rechts) überreichten den letzten Scheck an die stellvertetende Geschäftsführerin Martina Heyen (3. von rechts) im Beisein (von rechts) von Prof. Dr. Christoph Korenke (Direktor in der Kinderklinik), Arno Schilling (Bürgermeister Bad Zwischenahn), Philipp Linnemann (Schulleiter Christophorus-Schule Bad Zwischenahn), Friedhelm Logemann (Vorsitzender Bürgerverein Petersfehn e.V), Jörn Gruse (Schulleiter Grundschule Petersfehn), Anke Berghoff (stellv. Pflegedienstleitung Kinderklinik) und Prof. Dr. Jürgen Drescher (ehem. Direktor in der Kinderklinik).

Hanna und Frerk Siwek (6. und 4. von rechts) überreichten den letzten Scheck an die stellvertetende Geschäftsführerin Martina Heyen (3. von rechts) im Beisein (von rechts) von Prof. Dr. Christoph Korenke (Direktor in der Kinderklinik), Arno Schilling (Bürgermeister Bad Zwischenahn), Philipp Linnemann (Schulleiter Christophorus-Schule Bad Zwischenahn), Friedhelm Logemann (Vorsitzender Bürgerverein Petersfehn e.V), Jörn Gruse (Schulleiter Grundschule Petersfehn), Anke Berghoff (stellv. Pflegedienstleitung Kinderklinik) und Prof. Dr. Jürgen Drescher (ehem. Direktor in der Kinderklinik).
Foto: Klinikum Oldenburg

Oldenburg (am/pm) Viele Kinder in Oldenburg und im Landkreis Ammerland kennen Hanna und Frerk Siwek, denn sie haben im Kindergarten oder in der Grundschule die Brutmaschine und auf Festen den Streichelzoo der Familie aus Petersfehn erlebt. Aber nicht jeder weiß, dass die „Miet“-Einnahmen ab 1994 krebskranken Kindern in Berlin und seit 1998 der Oldenburger Kinderklinik zu 100 Prozent zugute kamen. Gestern wurde nun die letzte Spende überreicht.

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Bis Ende 2013 haben Hanna und Frerk Siwek mit dem Streichelzoo und in Kindergärten und Grundschulen mit der Brutmaschine viele tausend Euro gesammelt. Gestern überreiche das Ehepaar aus Petersfehn den letzten Scheck in Höhe von 5836 Euro. Es setzt sich zur Ruhe. 21 Jahre waren somit Streichelzoo und zuletzt die Brutmaschine für kranke Kinder im Einsatz. „Seit 1990 bin ich Rentner und jetzt möchte ich kürzer treten“, meint der 84-Jährige, betont aber, dass er immer mit der Kinderklinik verbunden bleiben wird, „wir werden eine Lösung finden, damit auch weiterhin Kinder beobachten können, wie aus einem Ei ein Küken wird und Spenden bei der Kinderklinik eingehen.“

Für Hanna und Frerk Siwek wird es jetzt etwas ruhiger werden. Sie werden immer mal wieder mit dem Streichelzoo und der Brutmaschine im Einsatz sein, aber nur so, wie es die Gesundheit zulässt. Unterstützt werden sie dabei von Sohn Jürgen. Spenden sollen ab jetzt direkt an den Verein der Freunde des Kinderkrankenhauses fließen. Martina Heyen, stellvertretende Geschäftsführerin des Klinikums nahm im Namen des Vereins den letzten Scheck der Familie entgegen: „Die Familie Siwek hat eine unfassbare Spendensumme zusammengetragen und damit viel für die Kinderklinik getan. Sage und schreibe 117.000 Euro hat die Kinderklinik insgesamt erhalten.“

„Mit den Spenden konnte so manches angeschafft werden, was sonst nicht möglich gewesen wäre“, weiß Anke Berghoff von der Pflegedienstleitung der Kinderklinik. Unter anderem wurde zum Beispiel mit dem Geld ein Billardtisch, ein Fußballkicker, ein Bettfahrrad für bettlägrige Kinder zum Muskelaufbau angeschafft und auch die Finanzierung der Klinikclowns teilweise übernommen. „Wir danken der Familie Siwek von ganzen Herzen. Sie haben so viele Jahre unter großem persönlichen Einsatz unser Kinderkrankenhaus unterstützt“, sagt Prof. Dr. Christoph Korenke, der nicht nur Klinikdirektor in der Kinderklinik ist, sondern auch im Vorstand des Fördervereins sitzt. Auch Prof. Dr. Jürgen Drescher, ehemaliger Klinikdirektor der Kinderklinik und die frühere Krankenschwester Waltraud Kruse, die 1998 den ersten Scheck entgegengenommen haben, waren bei der allerletzten Scheckübergabe anwesend.

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