Landesmuseum zeigt Realität und Visionen

Saskia Benthack, Kuratorin, Caroline Hoops, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Co-Kuratorin sowie Ursula Warnke, Direktorin des Landesmuseums Natur und Mensch (von links), nehmen Platz in der Sonderschau „Naturmodus – Systeme in Bewegung“.
Foto: Volker Schulze
Das Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg hat am vergangenen Wochenende seine neueste Sonderschau „Naturmodus – Systeme in Bewegung“ eröffnet, die bis zum 2. Mai zu sehen und zu erleben ist. Bekannt und beliebt ist das familienfreundliche Haus für seine audiovisuellen und erfahrbaren Sonderausstellungen. Das Team des Museums am Damm 38-46 greift immer wieder Alltagsthemen auf, die uns Menschen und die Natur als wertvollen und schützenswerten Lebensraum betreffen.
Diese neue Schau in dem großen Ausstellungssaal, die das Projekt „Klimaoasen“ des Museums in Kooperation mit der Stadt Oldenburg und dem Land Niedersachsen abschließt, lädt dazu ein, die Natur vor unserer Haustür neu zu entdecken. Die Vielfalt an Mitmachmöglichkeiten und das Rahmenprogramm richten sich erneut an alle Generationen. „Die Ausstellung macht erfahrbar, wie ökologische und gesellschaftliche Systeme ineinandergreifen und fragt danach, wie wir unser Zusammenleben mit Natur künftig gestalten können – und wollen.
Oft als Kulisse oder Zwischenraum wahrgenommen, ist Stadtgrün tatsächlich Teil eines lebendigen Systems – ein System, von dem Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen abhängen. Luft, Wasser, Boden und biologische Vielfalt bilden die Grundlage unserer gemeinsamen Lebensräume und unseres Wohlbefindens.

Die Ausstellungshalle ist in ein natürlich wirkendes Refugium mit der einheimischen Fauna und Flora verwandelt worden.
Foto: Volker Schulze
Die Art und Weise, wie wir Städte gestalten, Flächen nutzen und Ressourcen verbrauchen, verändert die Bedingungen, unter denen Leben möglich ist. Stadt-Ökosysteme geraten zunehmend unter Druck. Die Folgen zeigen sich in Hitze, Trockenheit, Artenverlust und einer zunehmenden Belastung natürlicher Kreisläufe“, beschreibt das Landesmuseum die Sonderschau.
Realität und Visionen unserer Heimat
Gezeigt wird die aktuelle Situation, die Zukunft, es werden Visionen verdeutlicht und es wird gefragt, wie es wäre, wenn die Natur Rechte bekäme, wie es in einigen Ländern der Welt bereits Realität ist. „Mit Licht, Klang und Düften machen wir Zusammenhänge erfahrbar und schaffen ein räumliches Erlebnis“, sagt Kuratorin Saskia Benthack. Naturwissenschaftliche, gesellschaftliche, psychologische, rechtliche und künstlerische Perspektiven werden aufgezeigt und ergänzen sich gegenseitig. Der natürlich gestaltete Ausstellungsraum ist mit seinen darin befindlichen Werteoasen Teil der Erzählung, und von außen bedrohen „ökologische Bedrohungen“ das Szenarium. „Die Bedrohungen der Ökosysteme werden räumlich spürbar, während persönliche Klanggeschichten und Interviews weitere Perspektiven auf unser Verhältnis zur Natur hinter einer Wand aus Spiegeln reflektieren“, so das Landesmuseum. Dabei wird im Ausstellungsbereich auch ein direkter Bezug zu Oldenburg hergestellt.
Vielfältiges Rahmenprogramm
Begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Führungen, Workshops und einer Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Kino Cine k.
Das vollständige Programm ist unter www.naturundmensch.de zu finden.
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