Oldenburg

Mausoleum wird doch geöffnet

Bei der Schlüsselübergabe für das Mausoleum im Oktober kündigte Christian Herzog von Oldenburg (rechts) Totenruhe an. Inzwischen hat er seine Haltung geändert und lädt zum Tag der offenen Tür.

Bei der Schlüsselübergabe für das Mausoleum im Oktober kündigte Christian Herzog von Oldenburg (rechts) Totenruhe an. Inzwischen hat er seine Haltung geändert und lädt zum Tag der offenen Tür.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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LzO Vorsorge

Oldenburg/zb – Nun soll das Mausoleum auf dem Oldenburger Gertrudenfriedhof doch geöffnet werden. Das teilte der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Thomas Kossendey, auf der gestrigen 75. Versammlung er Oldenburgischen Landschaft in Oldenburg mit.

Vor allem mit öffentlichen Geldern ist das bedeutsame klassizistische Gebäude für 800.000 Euro saniert und restauriert worden. Bei der offiziellen Eröffnung im Oktober erklärte Herzog Christian von Oldenburg, dass dort Totenruhe herrschen solle. Doch so war es nicht vereinbart und widerspricht auch den Förderbescheiden von Bund, Land und der Stiftung Deutsche Denkmalpflege.

Inzwischen haben Gespräche stattgefunden mit dem Ergebnis, dass am 21. November und 2. Februar jeweils ein Tag der offenen Tür stattfinden soll. Darüber hinaus können sich Interessierte bei der Oldenburgischen Landschaft für geführte Besichtigungstermine anmelden, verkündete Kossendey, der über diese Einigung erleichtert ist, „weil die Steuergelder schließlich von uns allen kommen.“

Sorge bereitet dem Präsidenten die weitere Förderung des Plattdeutschen. Noch steht nicht fest, ob und inwiefern das Land weiterhin Aktivitäten rund um die plattdeutsche Sprache fördert. Dabei war das Angebot, das Stefan Meyer für die niedersächsischen Landschaften entwickelt hatte, äußerst erfolgreich. Vor allem junge Leute sind begeistert vom Plattart-Festival und Plattsounds. Besonders gut ist auch der plattdeutsche Marathon-Lesewettbewerb im Oldenburgischen Staatstheater aufgenommen worden. 222 Stunden haben dort 330 Menschen ununterbrochen plattdeutsche Geschichten vorgelesen. Außerdem beteiligten sich rund 4000 Kinder und Jugendliche alljährlich am Plattdeutschen Lesewettbewerb.

Die Landschaften, so berichtete Kossendey, bemühen sich um die Fortsetzung der Förderung und werden das Thema auf ihrem Landschaftsabend am 23. Januar in Hannover, an dem vor allem auch Politiker aller Parteien teilnehmen, erneut ansprechen.

In seinem Geschäftsbericht wies Dr. Michael Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, darauf hin, dass die Dienstleistungen für Kulturaufgaben der Landschaft stark nachgefragt werden. „Sorge bereitet uns das gegenwärtige Zinsniveau. Stiftungen und Sponsoren leiden unter der aktuellen Geldpolitik mit dem Ergebnis, dass die Landschaft weniger Geld für Kulturprojekte generieren kann.

Abschließend wurden zwei mit 1000 Euro dotierte Förderpreise verliehen. Ein Preis ging an die Gruppe DreyBartLang aus Westerstede. Sie spielen konzertanten Folk aus verschiedenen Ländern und eigene Kompositionen. Ausgezeichnet wurde auch Benny Troschel. Der 17-jährige Oldenburger, der mit sechs Jahren zur Trompete griff, hat bereits zahlreiche Musikpreise gewonnen. Sein musikalischer Schwerpunkt liegt auf Jazz.

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