Oldenburg

Klitschko-Affäre: Staatsanwaltschaft klagt an

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen ehemaligen EWE-Vorstand und ein aktives Vorstandsmitglied der EWE vor dem Landgericht Oldenburg Klage eingereicht.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen ehemaligen EWE-Vorstand und ein aktives Vorstandsmitglied der EWE vor dem Landgericht Oldenburg Klage eingereicht.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (Danielle C. Zollickhofer/pm) Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat gegen den ehemaligen EWE-Vorstand Matthias Brückmann und einen weiteren, nicht benannten aktiven Vorstand der EWE Anklage wegen Untreue erhoben.

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Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, sie hätten im Oktober 2016 eine Spende in Höhe von 253.000 Euro an die Klitschko-Foundation aus EWE-Geldern getätigt – wohlwissend, dass dies gegen Konzernregeln verstoße. Die Foundation hat knapp ein Jahr später einen Teil des Betrages zurückgezahlt.

Brückmann wird zudem wegen zwei weiterer Taten angeklagt. Er soll ein Dutzend Freunde eines Vereins zu einem mehrtägigen Privatbesuch nach Oldenburg auf Kosten der EWE AG eingeladen haben. Außerdem habe er auf Betriebskosten zusammen mit Privatgästen am Oldenburger Opernball 2017 teilgenommen. Insgesamt ist für die EWE AG dadurch ein Schaden in Höhe von 18.000 Euro entstanden.

Das Landgericht Oldenburg entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und den Beginn einer möglichen Hauptverhandlung.

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