Innenstadt

Toter nach Messerstecherei

Nach einer Messerstecherei in der Oldenburger Innenstadt hat die Polizei heute zwei Tatverdächtige festgenommen.

Nach einer Messerstecherei hat die Polizei heute zwei Tatverdächtige festgenommen.
Foto: Marco / flickr.com; Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (am/ots) In der Innenstadt wurde heute gegen 17.55 Uhr auf offener Straße ein Mann erstochen. Nach der tödlichen Auseinandersetzung in der Achternstraße hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

Anzeige

LzO Beratung

Nach den bisherigen Ermittlungen seien zwei 22-jährigen syrische Staatsangehörigen mit einem weiteren Mann in einen Streit geraten, so die Polizei. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll einer der beiden Tatverdächtigen ein Messer gezogen und auf das Opfer eingestochen haben. Der Mann starb noch am Tatort an seinen schweren Stichverletzungen. Die beiden Tatverdächtigen flüchteten nach der Tat.

Durch die detaillierten Angaben über die geflüchteten Männer von mehreren Augenzeugen wurde die Polizei auf zwei Männer in der Hauptstraße aufmerksam. Auf sie trafen die Beschreibungen zu. Einer der beiden 22-Jährigen ließ sich widerstandslos festnehmen. Der zweite Tatverdächtige versuchte zunächst, zu flüchten, konnte aber wenige Minuten später durch weitere Einsatzkräfte im Nahbereich ebenfalls gestellt und vorläufig festgenommen werden.

Die Identität des Opfers konnte bisher nicht zweifelsfrei geklärt werden. „Nach ersten Erkenntnissen waren religiöse Konflikte Auslöser der Auseinandersetzung“, so die Polizei.

Update 21.32 Uhr

Die Polizei teilt soeben mit, dass es sich bei dem Opfer um einen 33-jährigen syrischen Staatsangehörigen gehandelt hat.

Update 1. Juni, 19.46 Uhr
Das Amtsgericht Oldenburg hat heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes gegen den am gestrigen Abend festgenommenen 22-Jährigen erlassen. Der Tatverdächtige wurde in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Der Begleiter des Tatverdächtigen wurde gestern ebenfalls zunächst vorläufig festgenommen, jedoch ergaben die weiteren Ermittlungen, dass er an den Tathandlungen nicht beteiligt gewesen ist.

Die weiteren Ermittlungen sowie Zeugenbefragungen dauern an, teilt die Polizei mit.

Vorheriger Artikel

Fußball ist den Oldenburgern lieb – und teuer

Nächster Artikel

Meeresschutz auf die Fahnen geschrieben

12 Kommentare

  1. rolf rosenau
    31. Mai 2017 um 22.07

    Als Christen sollten wir gerade versuchen, uns für die religiösen Bedürfnisse anderer Kulturen offen zu zeigen-schon mit den Kreuzzügen haben wir unserer Intoleranz unter Beweis gestellt. Wenn Christen hier abgestochen werden, ist es unserer Pflicht, die Täter vor jeder weiteren Beleidigung in Schutz zu nehmen.

  2. Schaua
    31. Mai 2017 um 22.13

    Ich frage mich (wieder einmal), warum die Staatsangehörigkeit in derlei Berichten in den Fokus gerückt wird!? Warum scheint dies von Belang?
    Reicht es nicht, Geschlecht und Alter des MENSCHEN zu benennen? Mich dünkt, da wird ordentlich Saatgut in den rechten Wind geworfen….

    • KarstenOL
      31. Mai 2017 um 22.37

      Ich will aber die Nation wissen! Aber bei dieser Messerstecherei war mir das eh schon klar! Unseren Gutmenschen passt das natürlich wieder nicht…Die Realitäten über dieses neue Deutschland acheint bei Ihnen noch nicht angekommen zu sein! Oldenburg ist bunt…

      • W. Lorenzen-Pranger
        1. Juni 2017 um 5.31

        Natürlich wollen sie das wissen. Sie wollen doch auch wissen, wenn irgendein frustierter Rentner, der natürlich „autochtoner“ Deutscher ist wie Karl das hier ausdrücken würde, mit der Flinte auf spielende Kinder schießt, wie gelegentlich geschehen, nicht wahr? Oder, wie gestern so um ca. 15:00, ein junger Mann im „Helly Hansen“ Jäckchen Obdachlose in wiederlichster Weise in der Fußgängerzone anpöbelt. (Nach dem ekligen Grunzer dieses Herrn weiß ich jetzt auch endlich, warum manche „Nazi-Schwein“ sagen.). Auch das wollen sie doch wissen, damit sie es verurteilen können – oder?
        Na, dann ist ja alles gut…

        • Karl
          1. Juni 2017 um 10.11

          @W. Lorenzen-Pranger ,

          >„autochtoner“

          als Schulabbrecher steht es mir eigentlich nicht zu, Akademiker im allgemeinen und Sie im besonderen in Sachen Orthographie zu kritisieren, aber manchmal kann ich nicht anders. Daher zitiere ich hier aus Wikpedia:

          „… in der deutschen Umschrift auf ph oder ch stets th, nie ein einfaches t.“

          Das andere war sicher nur ein typo.

          [/klugscheißmodus]

          • W. Lorenzen-Pranger
            1. Juni 2017 um 11.27

            Ich nehme jede begründete Belehrung gern an. Auch aus so manchem Schulabbrecher ist später etwas sehr Respektables geworden. 🙂

    • Martin
      31. Mai 2017 um 22.59

      Sie haben vollkommen Recht Schaua – die Nennung der Nationalität ist völlig überflüssig, wenn dort bereits steht, dass der „Streit“ religiöser Natur war. Guten Abend.

  3. Sommerfeld
    31. Mai 2017 um 23.08

    Wieso? Natürlich muß die Wahrheit geschrieben werden, nur das muß die Presse machen, sonst gar nichts. Alles andere ist Fake News. Aus Gründen der „political correctness“ die Staatsangehörigkeit zu verschweigen, macht alles nur schlimmer. Wer die Wahrheit kennt, kann Ursachen und Probleme lösen (und da können durchaus auch grenzüberschreitende Geschäfte von lokalen Großunternehmen Schuld sein). Und das hilft dann auch den Migranten die hier sind und schon länger hier sind und alles richtig machen. Wer alles unter den Teppich kehrt, aus eben dieser falsch verstandenen Rücksichtsnahme, läßt die Probleme wachsen bis es platzt. Man kann nicht alle „Menschen“ in einer Flower-Power Ideologie beherzt in die Arme nehmen, dafür haben nicht alle Menschen die gleichen teils über Jahrhunderte sich entwickelten Voraussetzungen (Stichwort: Aufklärung, Reformation u.v.m.). Das betrachten wir oft als selbstverständlich: Gleichberechtigung, Güte, Nächstenliebe. Wenn das aber nicht so ist, sondern nur von einer Seite offen praktiziert wird, dann ist ein Ausnutzen unser Güte durchaus möglich. Dann zu vertuschen und auch noch die andere Wange hinzuhalten ist dann nur noch naiv.

    • W. Lorenzen-Pranger
      1. Juni 2017 um 10.55

      So lange wir, ganz ohne jetzt blöde von „Leitkultur“ faseln zu wollen, unsere mehrheitlich bisher praktizierten Werte immer weiter verlieren, so lange wird die Orientierungslosigkeit dazu führen, daß immer mehr Gewalttaten passieren – und zwar egal, wo einer letztlich herkommt. Man kann keine Integration fordern, wenn man selbst nicht mehr verantwortlicher Teil einer Gesellschaft ist – und das sind schon viel zu viele nicht mehr. Woran sollte sich ein Zugereister denn orientieren, wenn die Orientierung doch selbst bei allen hier Heimischen zunehmend verloren geht? Wir sind dabei nicht „unsere“, sondern Kultur im engsten und weitesten Sinne generell zu verraten – und „unsere“ Presse und Politik halten uns gerade dazu an. Vorneweg Zeitungen wie die NWZ mit ihren Halbwahrheiten und die Springer-Presse und sogenannte „konservative“ Parteien.
      Was ich oben schrieb ist wörtlich zu nehmen, dieser „Helly-Hansen“ Träger sprach nicht, er rülpste und grunzte – und nahm so am Ende nicht anderen, aber wohl sich selbst dabei die letzte Würde. Und so einer kommt sich dabei dann auch noch als Elite seines Volkes vor…

  4. Karl
    1. Juni 2017 um 7.24

    @rolf rosenau,

    ist einer ihrer Vorfahren mit den Kreuzrittern ins Heilige Land gezogen oder muß ich ihren Kommentar als Satire verstehen? In diesem Fall sollten Sie ihn als solchen kennzeichnen.

    Als regelmäßiger Leser „einschlägiger“ Blogs bin ich nicht überrascht. Niemand wird später sagen können, er habe nichts von nichts gewußt.

  5. Caro
    1. Juni 2017 um 10.17

    Ich bin von 20 Jahren von Oldenburg nach Bayern geflüchtet. Zum Trost: Hier ist es jetzt auch nicht mehr besser.
    Ich weiß nur, dass es vor 20 Jahren undenkbar gewesen wäre, dass an hellichtem Tag in der Oldenburger Fußgängerzone ein Totschlag von wem auch immer stattfindet. Über die Gründe dieser Veränderung kann sich ja jeder selber seine Gedanken machen, die sind ja frei…

  6. Karl
    3. Juni 2017 um 11.30

    Habe ich mal wieder etwas überlesen oder hat sich tatsächlich kein Vertreter der sich selbst gesellschaftlich relevant nennenden Gruppen zu diesem Vorfall entäußert? Hat sich einer dieser Vertreter von dieser Tat distanziert? Hat sich zumindest der Oberbürgermeister von seiner im Januar 2015 vor den Gästen der Gesellschaft Union gemachten Äußerung, er distanziere sich „klar von islam- und ausländerkritischen Stimmen“, distanziert oder diese überdacht?
    Ich versuche gerade mir vorzustellen, wie es wäre, hätte ein Nachfahre der Kreuzritter es seinen Altvorderen nachgemacht. Selbst der Grund für dieses furchtbare Ereignis wurde den geneigten Lesern lediglich mit dem verschwurbelten Begriff „religiös motiviert“ untergejubelt. Richtige Männer haben sich ja noch bis ins 19. Jahrhundert für irgendwelche obskuren Ehrbegriffe duelliert und so könnte man es vielleicht auch in diesem Fall vermuten. Der Grund ist, wie man in einschlägigen Blogs lesen kann, profaner: Es dreht sich um eine zur falschen Zeit gegessenen Portion Eis.
    Muß ich fortan nun damit leben, dass ein zur falschen Zeit am Lappan gegessener McRib mein letzter sein wird?