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20 Jahre autonome Mai-Demonstration

Rund 400 Autonome demonstrierten heute in Oldenburg.

Rund 400 Autonome demonstrierten heute in Oldenburg.
Foto: Anja Michaeli

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LzO Vorsorge

Oldenburg / am – Auch die autonome Szene ging heute wieder auf die Straße. Unter dem Motto „Which side are you on? 20 Jahre für Freiheit und Solidarität!“ trafen sich um 13 Uhr rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur 1. Mai Demonstration in der Kaiserstraße. Auf dem Theaterwall wurde ein Zeichen für die Aufhebung des Verbotes der kurdischen Arbeitpartei PKK gesetzt. Die Mai-Demo der Autonomen verlief friedlich.

Das diesjährige Motto „Which side are you on?“ lehnt sich an eine Hymne der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung an. Zum zwanzigsten Mal wolle man in der Tradition des Haymarket Riot`s von 1890 ein gutes Leben für alle einfordern, ist im Aufruf zur Demo zu lesen. Es gelte zu entscheiden, auf welcher Seite man steht, wenn es beispielsweise um das kurdische Rojava oder die Situation in Griechenland geht.

Zum Auftakt am Hauptbahnhof erinnerten Sprecher unter anderem an rassistische Tendenzen und Vorkommnisse in Oldenburg und an eigene Aktionen gegen faschistisches Handeln. Es wurde dazu aufgerufen, sich an den Störungen der NPD-Auftritte im Stadtrat zu beteiligen. „Alerta, Alerta, Antifascista“ (Alarm, Vorsicht) rufend, startete die Demonstration gegen 13.30 Uhr. Von zahlreichen Polizisten begleitet zogen die Autonomen durch Oldenburgs Innenstadt. Auf dem Theaterwall gaben die Demonstranten ein Statement ab und beantworteten damit die Frage, auf welcher Seite sie in Sachen Kurdenpartei stehen. Über den Köpfen wurde die Flagge der PKK hochgehalten und damit die Aufhebung des Verbotes der kurdischen Arbeitpartei gefordert. Die friedliche Demonstration endete am selbstverwalteten Kultur- und Kommunikationszentrum Alhambra. Dort fand abschließend ein Straßenfest statt.

Mehr über Geschichte, Beweggründe und Zukunft nach 20 Jahren des autonomen Einsatzes für Freiheit und Solidarität gibt es unter regentied.blogsport.de.

Nach einer Entschuldigung durch Cemil Bayik von der PKK fordern einige Politiker eine Neubewertung der Lage.

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1 Kommentar

  1. Appelwoi
    14. Mai 2015 um 12.08

    Tolle Aktion! Weg mit dem PKK Verbot!