Oldenburg setzt Zeichen für Frauenrechte und Gleichstellung

Oldenburg begeht den Internationalen Frauentag mit vielen Aktionen. Am 9. März findet eine Demo statt.
Foto: wirestock
Oldenburg (am/ki/pm) Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März finden in Oldenburg zahlreiche Veranstaltungen statt. Initiativen, Kulturorte und städtische Einrichtungen greifen Themen wie Gleichstellung, Gewalt gegen Frauen, Care-Arbeit und politische Teilhabe auf. Neben kulturellen Angeboten sind Diskussionsformate, Workshops, Filmvorführungen und Demonstrationen geplant. Ein bundesweiter Frauenstreik am Montag, 9. März, mündet in eine Standkundgebung auf dem Schlossplatz. Ziel der Aktionen ist es, auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen und Solidarität zu stärken.
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Der Internationale Frauentag geht auf eine Bewegung zurück, die seit 1911 für gleiche Rechte von Frauen eintritt. Grundlage ist unter anderem Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948. Trotz rechtlicher Fortschritte verweisen Veranstalter/innen auf fortbestehende Benachteiligungen, etwa bei Einkommen, Vermögen, politischer Repräsentanz und beim Schutz vor Gewalt.
Kultur und Diskussion ab 5. März
Den Auftakt bildet am Donnerstag, 5. März, ein Frühstück im Stadtteiltreff Kreyenbrück. Am Abend folgt im Kulturzentrum PFL Kulturzentrum das Programm „Frauen aller Zeiten wohnen in mir…“ mit Kammermusik und Texten von Künstlerinnen aus mehreren Jahrhunderten.
Am Freitag, 6. März, lädt das Oldenburgische Staatstheater in die Exhalle zum Diskursformat „Cultural Equality“ ein. Diskutiert wird die Frage nach neuen Formen feministischer Sichtbarkeit.
Ein Workshop unter dem Titel „Mut-Muskel“ schließt sich am Samstag, 7. März, im Core an. Parallel informiert das Feministische Forum Oldenburg in der Innenstadt über aktuelle Forderungen. Im Alhambra verbindet das Format „Feministische Ansätze in Kunst und Kultur“ Musik, Performance und Diskussion.
Film, Stadtführung und Konzert am 8. März
Am Sonntag, 8. März, starten mehrere Veranstaltungen am Vormittag, darunter ein Frauenfrühstück im Stadtteiltreff Dietrichsfeld. Das Cine k organisiert gemeinsam mit dem Feministischen Forum ein queerfeministisches Kurzfilm-Frühstück. Das Casablanca Kino zeigt Filme mit frauenpolitischem Bezug, darunter „Das tiefste Blau“ sowie „Mein neues altes Ich“ mit anschließendem Gespräch.
Das Zentrum für Frauen-Geschichte bietet eine Stadtführung vom Schloss zum Waffenplatz an. Am Abend folgen ein Solidaritätskonzert für afghanische Frauen im Studio Theater k sowie eine Bühnenveranstaltung im Unikum Oldenburg.
Frauenstreik am 9. März
Im Rahmen eines bundesweiten Frauenstreiks ruft das TöchterKollektiv am Montag, 9. März, zu einer Standkundgebung um 16 Uhr auf dem Schlossplatz auf. Die Organisatorinnen verweisen auf strukturelle Ungleichheiten, darunter die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit, geschlechtsspezifische Gewalt, Femizide sowie Lohnunterschiede. Die Aktion knüpft an internationale Streikbewegungen an.
Ebenfalls am 9. März lädt der Stadtteiltreff Kreyenbrück zu einem thematischen Spaziergang ein. Im PFL lesen Schauspielerinnen des Oldenburgischen Staatstheaters aus literarischen Texten. Am Abend wird in der Oldenburger Mühle der Preis „Zonta Frau des Jahres“ verliehen.
Den Abschluss des Programms bildet am Montag, 23. März, eine Filmvorführung im Casablanca Kino. Gezeigt wird „Trotz alledem“ über Frauenprojekte in der Region Rojava in Nordsyrien.
Weitere Informationen zu Terminen, Anmeldungen und Hintergründen veröffentlicht das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg auf seiner Internetseite.




