Niedersachsen schaltet Klimarat mit Osnabrücker Professorin an der Spitze ein
In Niedersachsen hat ein neu geschaffener Klimarat seine Arbeit aufgenommen. Das teilte das Umweltministerium in Hannover mit.
Das Gremium soll die Landesregierung bei der Umsetzung der Klimaschutzstrategie beraten und wurde von der Osnabrücker Hochschulprofessorin Anne Schierenbeck zur Vorsitzenden gewählt. Ihr Stellvertreter ist Bernhard Osterburg vom Thünen-Institut in Braunschweig.
Der Klimarat setzt sich aus sechs Wissenschaftlern und neun Vertretern von Umwelt-, Wirtschafts-, Sozial- und Gewerkschaftsverbänden zusammen.
Ihre Vorschläge sollen später auch von einem zufällig ausgewählten Bürgerrat bewertet werden. Klimaschutzminister Christian Meyer sprach von einem einzigartigen Modell in Deutschland, das Wissenschaft, Verbände und Bürger einbinde, um einen breiten Konsens für sozial gerechten und wirtschaftlich tragfähigen Klimaschutz zu finden.
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Meyer betonte, dass Niedersachsen trotz Fortschritten bei den erneuerbaren Energien vor allem in den Sektoren Verkehr und Gebäude ein höheres Tempo brauche.
Er kritisierte Signale aus Berlin, den Ausbau der Erneuerbaren auszubremsen, und forderte stattdessen einen Turbo für Netze und Speicher. Derzeit decken erneuerbare Energien den Strombedarf des Landes, aber nur elf Prozent des Wärmebedarfs.
dts Nachrichtenagentur




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