Filmfest

Filmfest-Preview: Tipps vom Chef

Torsten Neumann, EWE-Vorstand Michael Heidkamp, OLB-Vorstand Karin Katerbauer und OLB-Vorstandsvorsitzende Patrick Tessmann bei der Filmfest-Preview.

Torsten Neumann, EWE-Vorstand Michael Heidkamp, OLB-Vorstand Karin Katerbauer und OLB-Vorstandsvorsitzende Patrick Tessmann (von links) waren sich einig: Sie freuen sich darauf, dass das Internationale Filmfest Oldenburg nun bald beginnt.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Die OLB-Preview zum Internationalen Filmfest Oldenburg ist eine bereits traditionelle Veranstaltung, die sich Jahr für Jahr größerer Beliebtheit erfreut. Neben Verlosungen, Tipps vom Filmfest-Chef Torsten Neumann und einem Talk mit Sponsoren des Festivals machen die Trailershow und das frischgedruckte Programmheft Lust auf das Filmfest, das kommende Woche ab 14. September stattfinden wird.

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In den Räumen der Oldenburgischen Landesbank (OLB) war am gestrigen Abend die Zusage von Hollywood-Schauspieler Nicolas Cage in aller Munde. „Eigentlich wollen wir Schauspieler, die zu uns kommen – und die nicht nur Stars sind“, so Neumann. „Cage hat viel in seiner Karriere riskiert und erfüllt beides wie kein anderer.“ Weil solche Hollywood-Größenordnungen in Oldenburg selten zu Besuch sind, ist das Interesse überwältigend. Die Filmfest-Gala mit Verleihung des German Independence Honorary Awards an Nicolas Cage, Christophe Honoré und Amanda Plummer wird deshalb in diesem Jahr im Oldenburgischen Staatstheater stattfinden. Der Veranstaltungsort wurde kurzfristig geändert. Wer den zehnten Stern auf dem „Walk of Fame“ erhält, wurde noch nicht bekanntgegeben. „Wir sagen nichts“, betont Neumann und grinst. Aber vielleicht könnten sich das ja doch schon ein paar Leute denken …

Das 2016er Filmfest-Team kam zum traditionellen Gruppenfoto.

Das Filmfest-Team kam zum traditionellen Gruppenfoto. Allerdings konnten nicht alle Mitarbeiter dabei sein, denn so kurz vor dem Start gibt es viel zu tun.
Foto: Anja Michaeli

Rund 1500 Filme wurden in diesem Jahr eingereicht, die Auswahl war damit groß. Das Programm enthält wieder Deutschland- bis Weltpremieren, darunter zahlreiche Erstlingswerke von neuen Talenten. „Einige der Filmemacher haben bereits Kurzfilme in Oldenburg gezeigt und kommen nun mit ihren Langfilmdebüts zurück“, freut sich Neumann.

„Strawberry Bubblegums“ wird zur Eröffnung des Filmfestes gezeigt. „Der Film ist im Moment noch nicht fertig“, lacht Neumann. Aber es sei ihm versprochen worden, dass das klappt. Die Geschichte dreht sich um eine junge Frau, die ihrem Ursprung nachgeht: Sie entstand aus einem „Betriebsunfall“, ihre Mutter war Pornodarstellerin. „Er wurde mit unter anderem Jasmin Tabatabai und Gloria Endres de Oliveira toll besetzt. André M. Hennicke spielt sensationell.“ Der Regisseur Benjamin Teske und die Darstellerinnen kommen zur Eröffnung nach Oldenburg, Hennicke stellt den Film dann beim zweiten Screening vor.

Zu „Are We Not Cats“, der Debütlangfilm von Xander Robin sprach Torsten Neumann seine Empfehlung aus. „Das ist ein schräger Film, eine wunderschöne Liebesgeschichte“, so Neumann. Dieser Film ist auch auf den Internationalen Filmfestspielen in Venedig gelaufen. Weitere Höhepunkte seien die kafkaeske Geschichte „The Apprentice“ von Emre Konuk (Türkei) und die bezaubernd schöne Komödie „One Week And A Day“ von Asaph Polonsky (Israel). Sehr sehenswert sei auch das Kammerspiel „Das letzte Abtei“ des Oldenburgers Andreas Schaap, der Film wird als Weltpremiere gezeigt. Viel Spaß verspricht der Film „Hey Bunny“ von Barnaby Metschurat.

Filmfest-Pose vor dem Oldenburger Rathaus.

Filmfest-Pose Platz 3 (von links): Sören Meyer, Ann Kristin Meyer, Maike Klingenberg, Kirsten Eilers, Hendrik Reutlinger.
Foto: Jörg Hemmen

Filmfest-Pose von Spirit of 52 in der Oldenburger Innenstadt.

Filmfest-Pose Platz 2: „Spirit of 52“.
Foto: Jörg Hemmen

Filmfest-Pose mit Meike Heinrich vor dem Oldenburger Schloss.

Filmfest-Pose Platz 1: Meike Heinrich.
Foto: Jörg Hemmen

Zum Thema Amoklauf werden zwei Filme präsentiert. „Tower“ von Keith Maithland behandelt ein Massaker, das vor 50 Jahren in Texas stattfand. Interviews mit Überlebenden werden mit Szenen gemischt, die rotoskopiert wurden (aus Filmaufnahmen entstanden Animationen). „White Rage“ von Arto Halonen, der sich dem Zusammenhang zwischen Mobbing und Amokläufen annimmt, gehe nah und sei sehr packend, so Neumann. Als weitere Dokumentation empfiehlt er „Foreign Affairs“ von Pasha Rafiy, der den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn 18 Monate lang mit der Kamera begleitet hat. Asselborn wird in Oldenburg anwesend sein.

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