Oldenburg

Fernbushaltestelle soll verlegt werden

Die Haltestelle für die Fernbusse an der Karlstraße / Willy-Brandt-Platz am Oldenburger Hauptbahnhof soll verlegt werden.

Die Haltestelle für die Fernbusse soll verlegt werden.
Foto: Christian Kruse

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Oldenburg (am/pm) – Die Stadt Oldenburg will die Situation für den Fernbusreiseverkehr am Hauptbahnhof verbessern. Am Willy-Brandt-Platz soll eine neue Haltestelle mit zunächst drei Buspositionen entstehen. Aktuell fahren täglich 32 Linien insgesamt maximal 80 Mal die bestehende Haltestelle an. Im Verkehrsausschuss wurden die Pläne diskutiert.

Der aktuelle Handlungsbedarf wird durch die im vergangenen Monat vorgelegte Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) zum „Fernbusverkehr im Oldenburger Land“ bestätigt. Danach ist von einer weiterhin dynamischen Fahrgastentwicklung im Fernbusverkehr auszugehen. „Wir reagieren damit auf eine Entwicklung, die sich zuletzt sehr rasant vollzogen hat und verbessern die aktuelle Situation deutlich“, sagt Baudezernentin Gabriele Nießen. „Gleichzeitig ist die Oldenburger Haltestelle der meistfrequentierte Fernbushalt in der ganzen Region und damit von zentraler Bedeutung für die regionale Anbindung“, so die Baudezernentin. Sicherheitsaspekte spielen bei den neuen Planungen eine wesentliche Rolle, der jetzige Standort an der Karlstraße habe vor allem für das Entladen des Gepäcks der Fahrgäste erhebliche Nachteile, so die Stadt.

Die Stadt strebt nunmehr eine kurzfristig realisierbare und finanzierbare Lösung an, die am Willy-Brandt-Platz umgesetzt werden soll. Dabei handelt es sich nicht um eine provisorische Zwischenlösung, sondern bereits um den Einstieg in die Planungen für die Neugestaltung des gesamten Areals im nördlichen Bahnhofsumfeld. Die Fahrradabstellungen werden für den Bau der neuen Haltestelle teilweise im Bereich des Willy-Brandt-Platzes verlegt. Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer hat die Vorschläge begrüßt. Mittelfristig sei eine Erweiterung auf fünf Haltebuchten im Zuge der Bebauung des EWE-Areals am Bahnhof vorgesehen. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses besprachen die Pläne aufgrund eines Berichtes der Stadt. Diskutiert wurde unter anderem, ob der Platz – insbesondere wenn Schienenersatzverkehr eingerichtet werden muss und eine enge Taktung bei den An- und Abfahrten zu erwarten ist – nicht zu klein sei. Bedenken habe es auch wegen der Parkkapazitäten für Pkw und Fahrräder gegeben, so die Ausschussvorsitzende Gesine Multhaupt. Noch habe die Politik nicht die Möglichkeit gehabt, die Vorschläge in den Fraktionen zu besprechen.

Die Kosten für den Bau der Fernbushaltestelle betragen etwa 280.000 Euro, davon müssen Mittel in Höhe von 260.000 Euro im laufenden Haushalt überplanmäßig bereitgestellt werden. Im Haushalt 2015 sind 20.000 Euro für die Fernbushaltestelle eingestellt. Im Rahmen eines angedachten Betreiberkonzepts sollen Verkehrsunternehmen am Betrieb der Haltestelle finanziell beteiligt werden.

Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2016 geplant, die Haltestelle wird voraussichtlich im Verlauf des nächsten Jahres in Betrieb gehen. Mehr Informationen bietet die Tischvorlage (Punkt 13), die im Verkehrsausschuss diskutiert wurde.

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4 Kommentare

  1. robert nähle
    18. November 2015 um 19.36

    warum verlegt man die fernbushaltestelle nicht ganz einfach zur s bahn station oldenburg wechloy?

    dort ist genug platz und man hat stündliche bahnanbindungen zum hauptbahnhof, nach bremen & bad zwischenahn

    desweiteren fährt von dort stündlich die 350 nach westerstede & zum zob, die 310 im viertelstundentakt nach wechloy & zum zob, die 306 im viertelstundentakt zum campus wechloy & zum zob & die 324 im halbstundentakt zur bbs wechloy & über den zob zum ostring

    wenn dann noch die S35 / 352, das ist eine schnellbusverbindung über die autobahn 28 nach westerstede & zum zob, dort anhalten würde, wäre die sache doch perfekt…

    …in köln ist das gerade erst so ähnlich gemacht worden

    • Markus
      19. November 2015 um 15.13

      Dumm nur, dass etliche Fernbuslinien sehr früh abfahren oder sehr spät ankommen. Am ZOB hat man dann noch gute Chancen, irgendwo draussen nicht mehr – dann steht man mitten in der Nacht auf weiter Flur. Ein Fahrrad ist auch keine Lösung, das ist dann schneller gefleddert als man „piep“ sagen kann.

  2. charlymod
    19. November 2015 um 10.24

    Eine zentrale Fernbushaltestelle ist o.k. Eine gute Verkehrsanbindung ist wünschenswert, aber warum die Stadt die Infrastruktur für private Dienstleister bezahlen will, ist mir unklar, oder wird bei einer Haltestelle pro Anfahrt eine Gebühr erhoben?

    • Anja Michaeli
      19. November 2015 um 11.30

      Moin! Die Verkehrsunternehmen sollen sich beteiligen. Mit der DB finden zurzeit Gespräche statt. Dabei geht es um Unterhaltung und Reinigung der Haltestelle gegen Gebührenzahlung.