Nach 41 Jahren endet „Fokkis Weidenfest“

Helmut Fokkena (Fokki) bei der Begrüßung der Ehrengäste.

Helmut Fokkena (Fokki) bei der Begrüßung der Ehrengäste.
Foto: Jonas Wendt / Archiv

Oldenburg (am/ki/pm) Das traditionsreiche „Fokkis Weidenfest“ in Oldenburg-Bümmerstede wird nicht mehr stattfinden. Helmut „Fokki“ Fokkena beendet die Benefizveranstaltung zugunsten des Bahn-Sozialwerks nach 41 Auflagen. Jahr für Jahr trafen sich dort Ministerpräsidenten, Bundes- und Landespolitiker/innen, Unternehmer/innen, Vereinsvertreter/innen und Nachbarn. Eine Nachfolge für die Organisation gibt es nicht.

Gefeiert wurde traditionell am letzten Mittwoch vor den Sommerferien. Regelmäßig kamen mehr als 1000 Besucher/innen nach Bümmerstede. Fokkena brachte Menschen zusammen, die sich sonst kaum begegnet wären. Dadurch entwickelte sich das Weidenfest zu einem besonderen Treffpunkt für Oldenburg und die Region.

Anzeige

Ursprung auf einer Weide

Der Ursprung des Festes liegt im Jahr 1985. Damals bohrten Nachbarn und Eisenbahner auf Fokkenas Wiese einen Brunnen. Nach der Arbeit saßen sie zusammen und beschlossen, künftig jedes Jahr gemeinsam auf der Weide zu feiern. Aus dieser Idee entstand eine Veranstaltung mit überregionaler Strahlkraft.

Zum festen Ablauf gehörte zunächst ein Platzkonzert am Bümmersteder Krug. Anschließend zogen Gäste, Musikgruppen und Vereine gemeinsam zur Festwiese. Dort traten unter anderem Shantychöre, Blaskapellen, Spielmannszüge und Bands auf. Auch Fallschirmspringer der Bundeswehr landeten auf dem Gelände.

Zu den Gästen gehörten Ministerpräsidenten, Bundes- und Landesminister, Abgeordnete, Vertreter/innen aus Wirtschaft und Verbänden sowie zahlreiche Ehrenamtliche und Kulturschaffende. Auch TV-Tierarzt Tamme Hanken, Astronaut Thomas Reiter und Olympiasiegerin Heike Drechsler kamen in vergangenen Jahren auf Fokkenas Weide.

Helmut Fokkena (Mitte) mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (links, 2022 noch Niedersachsens Innenminister) und dem ehemaligen Polizeidirektor Johann Kühme.

Helmut Fokkena (Mitte) mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (links, 2022 noch Niedersachsens Innenminister) und dem ehemaligen Polizeidirektor Johann Kühme.
Foto: Anja Michaeli / Archiv

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bedauert das Ende. In einem Schreiben an Fokkena nennt er das Weidenfest eine „ganz besondere Veranstaltung“, die Oldenburg „bereichert“ habe. Fokkena habe Menschen aus Wirtschaft, Vereinen, Verbänden, Sport, Kultur und Politik zusammengebracht. Dafür spricht Krogmann ihm „Dank und Anerkennung“ aus. Viele Menschen würden die Veranstaltung „sehr vermissen“.

Mit dem Ende von „Fokkis Weide“ verliert Oldenburg nicht nur ein Sommerfest. Die Stadt verliert einen Treffpunkt, der Generationen, Ehrenamt und gesellschaftliche Netzwerke verbunden hat.

Mehr aus diesem Ressort
OldenburgStadt bietet Grundstücke im MediTech-Quartier anOldenburgSchützenweg: Abrissarbeiten für neues Wohnquartier beginnenOldenburgSchulungen: Smartphone besser nutzen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenVerbraucherschützer fordern mehr Transparenz bei BahnpreisenNachrichtenWWF: Wärmepumpe kann sich nach vier Jahren rechnenNachrichtenCharité: Sparpaket erzeugt „massiv mehr Bürokratie“NachrichtenPawlik kritisiert Rassismus gegen türkische MenschenNachrichtenBKA: Hinweise auf strafbare Inhalte im Netz gehen deutlich zurückNachrichtenMinisterium plant vorerst keine nationale Biomassestrategie

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKramermarktUOdMVerkehr
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok