Oldenburg

Frauen in der rechten Szene

Der Fachtag Frauen im Rechtsextremismus im Oldenburger Kulturzentrum PFL will die Bedeutung von Akteurinnen in der rechten Szene beleuchten.

Der Fachtag „Frauen im Rechtsextremismus“ will die Bedeutung von Akteurinnen in der rechten Szene beleuchten.
Foto: Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

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Oldenburg / red / pm – Vielfach wird die rechte Szene als jung, männlich und gewaltbereit wahrgenommen. Doch mehr und mehr Frauen und Mädchen sympathisieren mit rechten Ideologien und sind auf allen politischen Ebenen aktiv. Sie werden aber weniger als Akteurinnen wahrgenommen und vor allem nicht ernst genommen. Gemeinsam mit dem Zentrum Demokratische Bildung, Wolfsburg, lädt das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg am Donnerstag, 8. Oktober, ab 9.30 Uhr zum Fachtag „Frauen im Rechtsextremismus“ ins Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, ein.

Der Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, Jürgen Krogmann, hat die Schirmherrschaft für den Fachtag übernommen: „Die Fachtagung ‚Frauen im Rechtsextremismus‘ macht auf ein Thema aufmerksam, dass lange viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Gemeinhin gelten Rechtsextreme als jung und männlich, die Rolle von Frauen hat in dieser Szene bisher kaum Erwähnung gefunden. Ich begrüße es deshalb ausdrücklich, dass nunmehr hier Aufklärungsarbeit geleistet wird. Mein Dank gilt der städtischen Gleichstellungsstelle und dem Land Niedersachsen, die einen Beitrag zur gezielten Aufklärungsarbeit leisten. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung rechtsextremer Tendenzen in unserer Gesellschaft.“

„Mit dem Fachtag möchten wir das Frauenbild und die aktive Rolle der Frauen im Rechtsextremismus transparenter machen“, so Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Uns ist es wichtig das Thema von vielen Seiten zu betrachten, um so einer weiteren Ausbreitung rechtsextremen Gedankenguts entgegen zu wirken.“

In Fachvorträgen, Workshops, der Ausstellung „Frauen im Rechtsextremismus“, einer Info- und Materialbörse sowie durch selbsterklärende Arbeitsstationen zu frauenspezifischen Themen wird die Situation intensiv beleuchtet. Mit dem Vortrag „Frauen im Rechtsextremismus: Weibliche Strategien in der Nachbarschaft, in Vereinen und sozialer Arbeit“ führt Janna Petersen vom Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg Vorpommern e.V. am Fachtag in das Thema ein. Am Nachmittag vertieft sie das Thema in dem gleichnamigen Workshop und klärt über Gegenstrategien auf.

Johanna Sigl vom Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus diskutiert in einem weiteren Workshop über „Prävention, Konfrontation, Rekonstruktion? Handlungsansätze der Jugendarbeit / Jugendhilfe im Umgang mit (weiblichem) Rechtsextremismus“. Über versteckte Kennzeichen und deren Bedeutung in der rechtsextremen Szene informiert Maik Bischoff vom Zentrum Demokratische Bildung. Ob Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus eine unterschätzte Gefahr sind, betrachtet Lisa Hempel vom LidiceHaus, Fachstelle Rechtsextremismus.

Der Fachtag findet im Rahmen des Projekts „Frauen im Rechtsextremismus“ statt, dass vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung initiiert wurde und von dort gefördert wird.

Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum 1. Oktober beim ServiceCenter der Stadt Oldenburg telefonisch unter 04 41 / 235 44 44 oder per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de erforderlich. Unter www.oldenburg.de/gleichstellung gibt es neben näheren Informationen auch ein Anmeldeformular, über das man sich online anmelden kann.

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