Oldenburg und Bremen scheitern mit Bewerbung als Exzellenzverbund

Die Universitäten Oldenburg und Bremen werden mit ihrer Northwest Alliance kein Exzellenzverbund.

Die Universitäten Oldenburg und Bremen werden mit ihrer „Northwest Alliance“ kein Exzellenzverbund. Die Hochschulen wollen ihre Zusammenarbeit dennoch fortsetzen.Archivfoto: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Die Universitäten Oldenburg und Bremen haben sich mit ihrer „Northwest Alliance“ nicht als Exzellenzverbund durchgesetzt. Die Exzellenzkommission gab die Entscheidung am Freitag in Bonn bekannt. Damit erhält der gemeinsame Antrag „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ keine zusätzliche Förderung in dieser Förderlinie.

Trotz der Entscheidung wollen beide Hochschulen ihre Zusammenarbeit fortsetzen und ausbauen. Auch die Kooperation mit der Rijksuniversiteit Groningen soll weitergeführt werden. „Wir sind natürlich enttäuscht, aber zugleich auch stolz auf das, was wir in der Bewerbungsphase gemeinsam entwickelt und geschafft haben“, sagte der Präsident der Universität Oldenburg, Ralph Bruder.

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Er kündigte zugleich an, an dem Verbund festzuhalten. „Wir werden den eingeschlagenen Weg mit der ‚Northwest Alliance‘ konsequent gemeinsam weitergehen – und dabei sicher auch die nächste Exzellenzrunde nicht aus dem Blick lassen.“

Die Bremer Rektorin Jutta Günther erklärte, die Hochschulen hätten sich von einer Förderung einen zusätzlichen Schub für die „Northwest Alliance“ versprochen. „An der Vision und den Zielen der ‚Northwest Alliance‘ werden wir festhalten“, sagte sie.

Vier Exzellenzcluster bleiben

Oldenburg und Bremen hatten ihren gemeinsamen Antrag im November 2025 beim Wissenschaftsrat eingereicht. Die Voraussetzungen dafür hatten die Hochschulen erfüllt: Vier Exzellenzcluster gehören seit Anfang 2026 zur „Northwest Alliance“. Für die Bewerbung eines Universitätsverbunds sind mindestens drei Cluster erforderlich.

Dazu zählen nach Angaben der Universitäten Forschungsprojekte zur Hörforschung, Tiernavigation, Material- und Produktionsforschung sowie Meeresforschung. Die Cluster werden unabhängig von der nun gescheiterten Bewerbung weiter gefördert.

Mit der „Northwest Alliance“ wollen Oldenburg und Bremen ihre Forschung stärker miteinander verbinden. Zu den Themen gehören unter anderem künstliche Intelligenz, Krankheitsprävention und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Mohrs: „Auf dem Erreichten lässt sich weiter aufbauen“

Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) sprach von einem anderen erhofften Ergebnis für Oldenburg und Bremen. Zugleich verwies er auf die vier Exzellenzcluster und die Zusammenarbeit der Hochschulen.

„Auf dem Erreichten lässt sich weiter aufbauen“, sagte Mohrs laut Mitteilung der Universitäten. Auch die Bremer Wissenschaftssenatorin Henrike Müller erklärte, die Kooperation zwischen Bremen und Oldenburg solle unabhängig vom Exzellenzwettbewerb bestehen bleiben.

Die Exzellenzstrategie ist ein gemeinsames Förderprogramm von Bund und Ländern. Neben einzelnen Forschungsverbünden werden auch Universitäten und Universitätsverbünde als Ganzes gefördert. Die Exzellenzkommission entschied am 2. Oktober über bis zu fünf neuen Standorten.

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