Oldenburg

Wie kommt die Sonnenenergie in das Handy?

Die Schüler der Grundschule Achternmeer und die Masterstudentin Sarah Hoffmeister begaben sich auf die spielerische Erkundungstour im Oldenburger Solarpark, der heute als Energiestandort im Energieparcours-Nordwest ausgezeichnet wurde.

Die Grundschüler waren von der Größe der Solaranlage beeindruckt.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg / am – In ihre Rollen als „Sonne“, „Solarmodul“ und „Handy“ schlüpften heute die Schüler einer vierten Klasse der Grundschule Achternmeer. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und der Masterstudentin Sarah Hoffmeister begaben sie sich auf die spielerische Erkundungstour im Oldenburger Solarpark, der heute als „Energiestandort“ im „Energieparcours-Nordwest“ ausgezeichnet wurde.

Der Solarpark mit seinen 60.000 Modulen auf dem ehemaligen Fliegerhorst beeindruckt die Schüler durch seine Weite, aber es gibt nicht viele Möglichkeiten, um aktiv zu lernen. Deshalb wurde für den neuen „Energiestandort“ ein handlungsaktives Konzept entwickelt, dass die Gegebenheiten des Orts mit einem spielerischen Ansatz für Grundschüler verbinden soll, so Dr. Verena Niesel vom Didaktischen Zentrum der Universität. „Der Besuch von außerschulischen Lernorten wie dem Solarpark regt die Kinder zum Forschen und Entdecken an und fördert das selbstständige Lernen“, ergänzt Dr. Ines Oldenburg. Das Konzept für die Exkursionen der Grundschüler entwickelte die Studentin der Universität Oldenburg und zukünftige Grundschullehrerin Sarah Hoffmeister im Rahmen ihrer Masterarbeit. Ziel des Programms ist es, den Schülern den Weg der Energie von der Sonne bis ins Mobiltelefon nachvollziehbar zu machen.

Heute übergab Prof. Dr. Michael Komorek, Leiter des Energieparcours-Nordwest, die Auszeichung Energiestandort an Tanja Schur, IFE Eriksen AG, und die Studentin Sarah Hofmeister führte die erste Grundschulgruppe über das Gelände.

Heute übergab Prof. Dr. Michael Komorek (links), Leiter des Energieparcours-Nordwest, die Auszeichung „Energiestandort“ an Tanja Schur, IFE Eriksen AG, und die Studentin Sarah Hofmeister (rechts) führte die erste Grundschulgruppe über das Gelände.
Foto: Anja Michaeli

Auch für Tanja Schur vom Marketing der Firma IFE Eriksen AG, die die Solaranlage erstellt hat, sind so junge Gäste neu. Bisher würden an den Besichtigungen interessierte Studenten- und andere Besuchergruppen teilnehmen. „Die Energieversorgung ist eine der spannendsten Fragen für die Zukunft“, sagt Tanja Schur, die es sehr wichtig findet, dass Schüler so früh wie möglich an das Thema herangeführt und dafür sensibilisiert werden. Zum Abschluss des Tages überreichte sie allen Teilnehmern eine Video-DVD mit Aufnahmen über die Entstehung des Solarparks in Oldenburg.

Energieparcours-Nordwest

Der „Energieparcours-Nordwest“ ist eine Initiative der Universität und des regionalen Bildungsnetzwerks Klima & Energie der Stadt Oldenburg. Er bündelt die Exkursionsangebote zu den Energiestandorten in Oldenburg und der Region. Sie reichen von Betriebserkunden über Expertenvorträge bis hin zu themenspezifischen experimentellen Angeboten. Die Exkursionen führen zu Biogasanlagen, Windkraftanlagen, Energieforschungslaboren, einem Passivhaus, einer Tankstelle sowie zu Lehr-Lern-Laboren der Universität. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr fördert die Initiative. Lehrkräfte können die kostenlose Angebote des Exkursionsportals online unter www.energieparcours-nordwest.de buchen.

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