Oldenburg

Oldenburg wächst weiter

Oldenburg wird in den kommenden Jahren moderat weiterwachsen. Diesen Trend sieht der städtische Fachdienst Geo und Daten.

Oldenburg wird in den kommenden Jahren moderat weiterwachsen. Diesen Trend sieht der städtische Fachdienst Geo und Daten.
Foto: Christian Kruse

Oldenburg (am/ki/pm) Die Stadt Oldenburg hat 2025 erneut einen historischen Bevölkerungsrekord erreicht. Zum Stichtag 30. November waren 176.600 Menschen mit Haupt- oder alleinigem Wohnsitz gemeldet – so viele wie noch nie zuvor in der Stadtgeschichte.

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Auch wenn die Zahl zum Jahresende leicht auf 176.530 zurückging, fällt die Gesamtbilanz für 2025 klar positiv aus.

Solider Zuwachs im Jahresvergleich

Zum 31. Dezember 2025 lebten 176.530 Menschen in Oldenburg. Das entspricht einem Plus von 462 Personen innerhalb eines Jahres. Damit ist Oldenburg 2025 stärker gewachsen als im Jahr zuvor, als ein Anstieg um 190 Personen ausgewiesen wurde. Den außergewöhnlich hohen Zuwachs von 2023 mit 1.891 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohnern – geprägt durch den Flüchtlingszustrom aus der Ukraine – erreicht die aktuelle Entwicklung allerdings nicht.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wertet den neuen Höchststand als Bestätigung für die Attraktivität Oldenburgs als Wohnort. Die Einwohnerzahl nahm im Jahresverlauf überwiegend zu und erreichte Ende November ihr Maximum. Der leichte Rückgang im Dezember ändert an der positiven Bilanz nichts.

Die ewige Konkurrenz: Oldenburg im Vergleich zu Osnabrück

Zum Vergleich: Die Stadt Osnabrück weist derzeit rund 165.686 Einwohner auf (Stand Mitte 2025, laut amtlicher Fortschreibung/Statistikportal). Damit zählt Osnabrück zwar zu den größten Städten Niedersachsens, doch liegt Oldenburg nach der jüngsten Zählung deutlich darüber. Oldenburgs Einwohnerzahl übertrifft die Osnabrücker Zahlen um mehr als 10.000 Personen – ein Zeichen für die anhaltende Wachstumsdynamik der Stadt im Nordwesten Niedersachsens.

Prognose: Moderates Wachstum

Die städtische Bevölkerungsprognose des Fachdienstes Geo und Daten geht davon aus, dass Oldenburg in den kommenden Jahren weiterhin moderat wächst. Unter Berücksichtigung neuer Baugebiete und einer stabilen Zuwanderung könnte die Einwohnerzahl bis etwa 2030 auf rund 176.700 bis 178.000 steigen. Danach wird – vor allem wegen eines negativen natürlichen Bevölkerungssaldos mit mehr Sterbefällen als Geburten – mit einem allmählichen Rückgang gerechnet. Für 2037 wird eine Einwohnerzahl zwischen etwa 174.500 und 177.400 erwartet.

Stadt will Entwicklung gestalten

Oberbürgermeister Krogmann betont, die Stadt müsse diese Entwicklung vorausschauend begleiten. Dazu zähle, weiter in Wohnungsbau, Infrastruktur, Kitas, Schulen und altersgerechte Angebote zu investieren. Ziel sei es, Oldenburg für alle Generationen lebenswert zu halten – auch angesichts des demografischen Wandels.

Die Zahlen basieren auf den amtlichen Meldedaten der Stadt Oldenburg und geben die Bevölkerung mit Haupt- oder alleinigem Wohnsitz wieder.

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