Diskriminierungsvorwurf bei Freiwilliger Feuerwehr: Stadt prüft intern weiter

Feuerwehrleute im Einsatz – die Stadt prüft interne Maßnahmen nach Hinweisen auf mögliche diskriminierende Äußerungen innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr.
Symbolfoto: wirestock
Oldenburg (am/pm/ki) Die Stadt Oldenburg hat Hinweise auf mögliche diskriminierende Äußerungen innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr zum Anlass genommen, den Sachverhalt intern zu prüfen. Menschenfeindliche oder extremistische Haltungen werden in der Stadtverwaltung nicht geduldet. Zugleich warnt die Stadt vor einem Generalverdacht gegenüber den ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr, die einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwesen leisten. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt; eine Anklage wurde nicht erhoben.
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Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr hatte sich an eine Beratungsstelle gewandt und entsprechende Hinweise gegeben. Diese wurden gemeinsam mit der Feuerwehrleitung aufgenommen und im Rahmen der städtischen Dienstvereinbarung zum Umgang mit sexueller Belästigung, Mobbing und Diskriminierung formell geprüft. Dabei ergaben sich Anhaltspunkte, die eine Weiterleitung an die Strafverfolgungsbehörden notwendig machten. Nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft wurde der Verwaltungsausschuss informiert.
Reaktion der Feuerwehrführung
Feuerwehrchef Jens Spekker betont, dass die Freiwillige Feuerwehr für Verlässlichkeit und Zusammenhalt stehe. Extremismus und Diskriminierung würden nicht toleriert. Gleichzeitig handle die große Mehrheit der Einsatzkräfte engagiert und verantwortungsbewusst im Sinne demokratischer Werte. Auch die Führung der betroffenen Ortswehr hat sich laut Stadtverwaltung klar gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit positioniert.
Weitere Maßnahmen geplant
Nach Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Prüfung bewertet die Stadt, ob disziplinarische Schritte erforderlich sind. Unabhängig davon sollen Fortbildungen, Sensibilisierungsmaßnahmen sowie strukturelle Verbesserungen dazu beitragen, eine respektvolle Organisationskultur zu stärken. Erste Reflexionsveranstaltungen für Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr haben bereits stattgefunden. Weitere Schritte befinden sich in Vorbereitung.




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