Olaf Lies ist neue Kohlmajestät

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (vierter von links) mit dem alten und neuen Kohlkönig, Daniel Günther und Olaf Lies (zweiter und dritter von links), sowie Landtagspräsidentin Hanna Naber (links) und dem Vorsitzenden des Kurfürsten-Kollegiums, Comedian Dietmar Wischmeyer (rechts).
Foto: Torsten von Reeken
Oldenburg (am/ki/pm) Olaf Lies (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, ist am Montagabend, 2. März, in Berlin zum neuen Kohlkönig des Oldenburger Landes gekürt worden. Er folgt auf Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Die Wahl fiel beim 67. „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ in der Vertretung des Landes Niedersachsen in der Bundeshauptstadt. Rund 270 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Leben nahmen teil. Das Kurfürsten-Kollegium entschied sich nach Beratung für Lies als neue Majestät.
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Mit der Inthronisation reiht sich Lies in eine Reihe prominenter Amtsinhaber ein. Zu den früheren Kohlkönigen zählen unter anderem Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Robert Habeck, Christian Lindner und Boris Pistorius.
270 Gäste beim Gröönkohl-Äten
Die Veranstaltung fand wie gewohnt in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin statt. Unter den Gästen waren unter anderem Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow, Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens und Wissenschaftsminister Falko Mohrs. Auch der litauische Botschafter Giedrius Puodžiūnas nahm teil. Mit Stephan Weilwar ein früherer Kohlkönig und Ministerpräsident außer Dienst anwesend.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Landtagspräsidentin Hanna Naber stimmten auf den Wechsel ein. Für Krogmann war es das letzte Berliner Kohlessen in seiner Funktion.
Rückblick von Daniel Günther
Daniel Günther blickte auf seine Amtszeit als Kohlmajestät zurück. Er verband seinen Rückblick mit einem Appell für Dialog und Zusammenhalt in politisch angespannten Zeiten.
Drei Vorhaben für die Amtszeit
Olaf Lies kündigte an, seine Regentschaft mit konkreten Vorhaben zu verbinden. Er nannte den Neubau der Huntebrücken, Unterstützung für das Universitätsklinikum Oldenburg sowie eine faire Verteilung der Offshore-Gewerbesteuer als Ziele. Zugleich betonte er die Bedeutung von Austausch und Miteinander.
Die Entscheidung des Kurfürsten-Kollegiums fiel nach Beratung während des Abends. Den Vorsitz führte Comedian Dietmar Wischmeyer in seiner Rolle als „Günther, der Treckerfahrer“.
Service durch Auszubildende
Den Service übernahmen erneut der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sowie die Berufsbildenden Schulen 3. Unter Anleitung von acht Lehrkräften betreuten 34 Auszubildende des Hotel- und Gastronomiegewerbes aus der Region Oldenburg die Gäste an den Tischen. Für ihren Einsatz erhielten sie langanhaltenden Applaus.
Bio-Grünkohl aus Oldenburg
Auf die Teller kamen 200 Kilogramm Bio-Grünkohl, 60 Kilogramm Pinkel, 90 Kilogramm Kasseler-Lachs ohne Knochen, 45 Kilogramm Kochmettwurst sowie 28 Kilogramm geräucherter Speck. Die Produkte stammten aus Oldenburger Herstellung von der Fleischerei Bartsch und dem „Bümmersteder Krug“. Sämtliche Fleischwaren kamen aus Biofleisch-Produktion. Alternativ stand ein veganes Grünkohlgericht auf der Speisekarte.
Löffeltrunk und Spenden
Der traditionelle Löffeltrunk kam aus dem Hause Hullmann, das Pils lieferte das Friesische Brauhaus zu Jever. Für die musikalische Begleitung sorgte die „Jazz-Koalition“ mit Dozent/innen der Musikschule der Stadt Oldenburg und Gästen aus Berlin.
Die Gäste wurden um Spenden gebeten. Der Erlös geht an das Autonome Frauenhaus Oldenburg sowie an die Aids-Hilfe Oldenburg.
Tradition seit 1956
Das „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ wurde 1956 in Bonn gegründet. Seit 1998 findet die Veranstaltung in Berlin statt. Viermal fiel sie aus: wegen der Hochwasserkatastrophe, des Golfkriegs sowie während der Corona-Pandemie. Die Liste der Kohlmajestäten umfasst zahlreiche Mitglieder von Bundes- und Landesregierungen.





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