Oldenburg

Theo Lampe in den Ruhestand verabschiedet

Diakonie-Vorstand Thomas Feld verabschiedete Diakonie-Referent Theo Lampe in den Ruhestand.

Diakonie-Vorstand Thomas Feld (rechts) verabschiedete Diakonie-Referent Theo Lampe in den Ruhestand.
Foto: Frerk Hinrichs / Diakonie

Oldenburg (zb) Nach 37 Jahren ist Diakonie-Referent Theo Lampe in den Ruhestand verabschiedet worden. „Weil helfen Freunde macht“, steht auf dem historischen Plakat am Rednerpult zu seiner Verabschiedung und deutet darauf hin, was den 65-Jährigen seit fast vier Jahrzehnten erfüllt. „Von Theo Lampe kann man lernen, was kirchlich geprägte soziale Arbeit bedeuten und bewirken kann“, erklärte Diakonie-Vorstand Thomas Feld.

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Theo Lampe wollte immer etwas bewegen und kam schnell zu der Erkenntnis, „wer etwas bewegen will, muss sich selbst bewegen.“ Genau das tat er in all den Jahren. In der Griechenberatung zu Beginn seiner Laufbahn, traf Theo Lampe auf Menschen, die mit Selbstbewusstsein erklärten: „Wir hatten den Mut auszuwandern.“ Migranten seien vitale, mutige Menschen, voller Hoffnung und Sehnsucht nach dem Glück. „Seitdem bewegt auch die Diakonie die Frage, wie sie über alle Unterschiede zu einem guten Zusammenleben kommen“, erklärte Thomas Feld. „Fremde sollen zu Nachbarn werden, die sich gegenseitig kennen und unterstützen.“

„Theo Lampe lebt die Vision vom neuen Menschen mit Haltung und vom Miteinander in Vielfalt“, stellte Oberkirchenrat Detlef Mucks-Bücker fest: „Ob die Muttersprache griechisch oder türkisch, ob das Vaterhaus syrisch-orthodox, yezidisch oder muslimisch – ob Herkunft und Heimat mehr religiös oder mehr politisch diskriminiert werden – Theo Lampe hat ein Ohr, hat ein Auge für viele, die Zuflucht und Zuhause suchen.“

Kirche und Diakonie, Wort und Tat, gehören für Theo Lampe zusammen und sind aufeinander bezogen. „Nur wenn wir beides haben, werden wir in einer vielfältigen, säkularisierten Gesellschaft wahrgenommen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Gesellschaft unsere christlichen Glaubenswerte braucht, damit Menschlichkeit der lebendige Klebstoff des sozialen Miteinanders bleibt“, betonte der scheidende Referent.

Neben der Migrationssozialarbeit war Theo Lampe für die Freiwilligenarbeit und die Kirchenkreisdiakonie zuständig. „Ich habe aufbauen können, durfte initiieren und organisieren, moderieren und beraten, vernetzen und kooperieren, veranstalten und politisch wirken“, fasste Theo Lampe rückblickend zusammen. Gerade die Aufnahme von Flüchtlingen habe gezeigt, wie handlungsfähig Kirche und Diakonie im Zusammenspiel seien.

Die Kirchenkreisdiakonie sei als Basis eng verbunden mit den verschiedenen spezifischen Beratungsdiensten. „Die Verantwortung für diese soziale Arbeit ist gut ausbalanciert. Darin unterscheidet sich der oldenburgische Gestaltungsansatz von anderen. Das ist ein wahrer Schatz, um den uns manche regelrecht beneiden“, meinte er weiter.

Kirche und Diakonie seien Strukturen, in den er gern gearbeitet habe, betonte Theo Lampe und dankte allen, die ihm durch und über diese Strukturen verbunden sind. „Rückblickend betrachtet ist es eine Lebenszeit, die für mich stets bei allen Herausforderungen eine prägende, lehrreiche und sehr lebendige Zeit war. Eine Berufszeit, die mich enorm bereichert und meinen Horizont erheblich erweitert hat.“

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