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„Hören für alle“ wird belohnt

1,95 Millionen Euro erhält die Forschergruppe Individualisierte Hörakustik der Uni Oldenburg von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie steht für Hearing4all und will mithilfe technischer und psychoakustischer Lösungen dazu beitragen, das individuelle Hörvermögen zu verbessern.

Die beiden Leiter der DFG-Forschergruppe „Individualisierte Hörakustik“ (von links): Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier und Prof. Dr. Volker Hohmann.
Foto: Universität Oldenburg

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Oldenburg (zb) – 1,95 Millionen Euro erhält die Forschergruppe „Individualisierte Hörakustik“ der Universität Oldenburg von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie steht für „Hören für alle“ und will mithilfe technischer und psychoakustischer Lösungen dazu beitragen, das individuelle Hörvermögen zu verbessern.

„Die Arbeiten und Ergebnisse der Forschergruppe zählen zur Weltspitze der Hörakustik“, heißt es in dem Bewilligungsschreiben der DFG. Beteiligt sind neben dem Department für Medizinische Physik und Akustik der Universität Oldenburg auch das Kompetenzzentrum HörTech und die Jade Hochschule in Kooperation mit der Fraunhofer-Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie.

Die Wissenschaftler arbeiten daran, individuelle und extrem leistungsfähige Hörsysteme zu entwickeln, die das beidohrige Hören möglichst genau abbilden. Immerhin steigt die Zahl der hörgeschädigten Menschen stetig. In Deutschland ist fast jeder Fünfte betroffen.

Die Forschungsarbeiten der Gruppe stellen gewissermaßen den technologischen Kern des Exzellenzclusters „Hearing4all“ dar. Das Exzellenzcluster unter Oldenburger Federführung vereint Hörforscher der Universität Oldenburg, der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität Hannover. „Die DFG-Forschergruppe trägt mit ihren Arbeiten auf beispiellose Art und Weise zum Wohl von Hörgeschädigten bei. Die weitere Förderung durch die DFG würdigt die hohe nationale und internationale Bedeutung der Oldenburger Hörforschung“, erklärt Prof. Dr. H.-Jürgen Appelrath, Vizepräsident für Forschung der Universität Oldenburg.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten steht eine Lösung für diejenigen Menschen, die noch kein klassisches Hörgerät brauchen, bei denen aber das eigene Hören nicht ausreicht, um in akustisch anspruchsvollen Situationen gut an einem Gespräch teilnehmen zu können – wie beispielsweise in einem belebten Café. Die neue Technik soll die akustische Wahrnehmung in möglichst vielen Situationen für eine große Zahl von individuellen Nutzerprofilen vorhersagbar und steuerbar machen, um sie dadurch zu optimieren.

„Wir sind froh und stolz, dass wir die Gutachter mit unseren wissenschaftlichen und technologischen Fortschritten überzeugt haben und unsere Vision eines Hörgeräts der Zukunft weiter verfolgen können“, sagt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, der zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Volker Hohmann die DFG-Forschergruppe leitet.

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