Oldenburg/red/pm – In einer Pressemitteilung teilten die Bürgerinitiative Interessengemeinschaft der Bürger / Bahnanlieger in Oldenburg (IBO) und der Verein Lärmschutz im Verkehr (LiVE) heute mit, dass sie mit zunehmender Empörung die zum Teil diskriminierende Diskussion in der Oldenburger Öffentlichkeit über ihr Engagement für eine Eisenbahnumgehungstrasse (EUT) verfolgen.

Die Bürgerinitiativen empfinden es als unerträglich, dass Bürger, die sich zum Teil seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlich und selbstlos zum Schutz vor unzumutbarem Lärm und sonstigen Gefährdungen für die Belange der Stadt Oldenburg und das Wohlergehen ihrer Mitmenschen einsetzen, als Außenseiter der Gesellschaft denunziert werden.

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„Anstatt Dankbarkeit oder zumindest Verständnis dafür aufzubringen, dass sich zahlreiche Oldenburger Bürger in ihrer Freizeit aus Sorge um die Zukunft der Lebensqualität der Stadt Oldenburg für die Gesundheit der Mitmenschen einsetzen, werden sie immer wieder in Zeitungsberichten als Außenseiter, Sektierer und jetzt sogar als Extremisten bezeichnet, wobei der Versuch unternommen wird, sie außerhalb der Gemeinschaft zu stellen.

Offenbar soll auf diese Weise erreicht werden, dass die berechtigten Sorgen und Nöte vieler Oldenburger Bürger durch persönliche Diffamierung unter den Tisch gekehrt werden, damit eine sachliche Diskussion über die sich jetzt immer deutlicher abzeichnende Vorzugswürdigkeit einer EUT von vornherein unterbunden wird“

schreiben Christian Röhlig, 1. Vorsitzender IBO, und Prof. Dr. Gernot Strey, 1. Vorsitzender LiVe. Und weiter ist in der Pressemitteilung zu lesen:

„Dabei kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hierbei handfeste Eigeninteressen im Spiel sind. Diese Eigeninteressen haben sich z.B. bei der Oldenburger SPD dahin entwickelt, dass sie sich vom EUT- Projekt verabschiedet hat, noch bevor die endgültigen Langgutachten veröffentlicht sind.

Dieses Verhalten wirkt im Hinblick auf viele ähnliche Situationen im Bundesgebiet unverständlich, wo überall gerade die SPD Seite an Seite mit Bürgern, Initiativen und betroffenen Kommunen heftig gegen Bund und Bahn für Umgehungsbahnen und sinnvollere Infrastruktur zum Schutz der Bahnanlieger kämpft.

Es erscheint daher dringend geboten, zu einer fachlich fundierten Auseinandersetzung über die anstehenden Bahnprobleme zurückzukehren, wobei persönliche Interessen gegenüber dem Gemeinwohl eindeutig in den Hintergrund treten sollten.“

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