Niedersachsens Wirtschaftsminister sieht „ersten Lichtblick“ für die deutsche Wirtschaft

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne hat sich nach der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsinstitute vorsichtig optimistisch geäußert. Nach Jahren der Stagnation und vieler enttäuschender Konjunkturnachrichten sei das ein erster echter Lichtblick.
Die Wirtschaft gewinne wieder an Dynamik.
Gut sei auch, dass der Mittelstand wieder stärker investiere. Zugleich werde deutlich, dass der Staat mit Investitionen in Infrastruktur und Verteidigungsfähigkeit die Erholung maßgeblich trage.
Das müsse weitergehen, zusätzlich müssten aber private Investitionen verstärkt werden. Die Bundeswirtschaftsministerin müsse dafür endlich attraktive Rahmenbedingungen schaffen.
Tonne warnte davor, aus den verbesserten Prognosen den Schluss zu ziehen, die größten Herausforderungen seien bereits bewältigt.
Die Institute machten deutlich, dass die Erholung auf einem wackeligen Fundament stehe und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts weiter gestärkt werden müsse. Die Bundesregierung dürfe sich auf diesen Zahlen nicht ausruhen.
Der Aufschwung müsse dauerhaft werden, dafür müssten jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Entscheidend sei vor allem die Entwicklung der Energiepreise.
Niedersachsen erwarte von der Bundesregierung und insbesondere von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zusätzliche Anstrengungen, um die Energiekosten für Unternehmen nachhaltig zu senken.
Der Minister betonte, wettbewerbsfähige Energiepreise seien eine Grundvoraussetzung für Investitionen und industrielle Wertschöpfung. Wer die Industrie im Land halten wolle, müsse den Ausbau der Offshore-Windenergie konsequent vorantreiben, den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen und die dafür notwendige Infrastruktur schaffen.
Tonne sagte, die Diskussionen über Tempo und Umfang des weiteren Ausbaus von Offshore-Windenergie und Wasserstoffinfrastruktur bereiteten ihm Sorgen. Bei diesen Zukunftsprojekten dürfe es kein weiteres Zögern geben.
Niedersachsen werde sich weiterhin für einen ambitionierten Ausbau einsetzen.
Der jetzt erkennbare Aufschwung könne nur dauerhaft und nachhaltig werden, wenn die strukturellen Herausforderungen entschlossen angegangen würden, teilte das Ministerium mit. Bezahlbare Energie, verlässliche Rahmenbedingungen und eine konsequente Investitionspolitik seien dafür unverzichtbar.
Tonne sagte, aus dem heutigen Lichtblick müsse eine dauerhafte Erfolgsgeschichte werden. Dafür brauche es mehr Tempo bei Investitionen, mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien und Wasserstoffs und vor allem spürbar niedrigere Energiepreise.
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