Niedersachsen plant Reform des Rettungsdienstes

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Niedersachsen plant eine Reform des Rettungsdienstes. Wie die Grünen-Abgeordnete Nadja Weippert am Mittwoch im Landtag mitteilte, sieht der Gesetzentwurf der rot-grünen Koalition unter anderem eine digitale Fallübergabe zwischen Rettungsleitstellen und dem kassenärztlichen Versorgungssystem vor.
Die Rettungsleitstellen sollen Einsatzanlass und Patientendaten künftig über eine einzige Schnittstelle weitergeben können.
Dadurch sollen unnötige Einsätze vermieden und Wartezeiten verkürzt werden. Außerdem ist geplant, planbare Transporte mit Intensivtransportwagen künftig landesweit zu koordinieren.
Für Ehrenamtliche im Katastrophenschutz, die in Gleitzeit arbeiten, soll ein Freistellungsanspruch klargestellt werden.
Zudem sollen Anrufer des Notrufs künftig telefonisch zur lebensrettenden Reanimation angeleitet werden. Dafür will die Koalition einheitliche Vorgaben schaffen, wie Weippert erläuterte.
Die Abgeordnete sprach von einer Stärkung der Leistungsfähigkeit und Qualität im Rettungsdienst. Der Entwurf sehe außerdem Anpassungen bei der Helferfreistellung in Amtshilfeeinsätzen und präzisere Zuständigkeiten im Zivilschutz vor.
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