Wagenknecht: Thüringer Austritte sind Befreiungsschlag

Wagenknecht: Thüringer Austritte sind Befreiungsschlag

Foto: via dts Nachrichtenagentur

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat die Austritte von fast allen Thüringer BSW-Landtagsabgeordneten als „Befreiungsschlag“ bezeichnet. Den heute ausgetretenen Abgeordneten sei es darum gegangen, das BSW noch vor dem Wahlwochenende zu beschädigen, sagte Wagenknecht dem Fernsehsender „Welt“.

„Natürlich ist jetzt auch das Timing sehr bezeichnend. Man möchte uns jetzt maximal schaden bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt“, so die BSW-Gründerin weiter. „Dass jetzt Thüringen diesen Schritt geht – ja, das soll uns schaden. Es ist aber auch ein Befreiungsschlag, weil bisher seit zwei Jahren dort Politik gemacht wird, wo BSW draufsteht, aber leider kaum BSW drin war“, so Wagenknecht. Nun bestehe „die Möglichkeit eines Neuanfangs“, hofft Wagenknecht. Jetzt bestehe die Chance einer Klärung. „Und da, wo BSW draufsteht, wird in Zukunft auch ganz klar BSW drin sein, auch in Thüringen. Insoweit sehe ich durchaus diesen Schritt jetzt auch positiv, auch wenn er uns schaden soll“, sagte Wagenknecht.

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Die ausgetretenen Mitglieder hätten ohnehin keine echte BSW-Politik vertreten. „Wir haben ja leider seit der Wahl schon die Erfahrung gemacht, dass unsere Landesliste zu großen Teilen von Leuten gekapert wurde, damals, 2024, denen es offenbar vor allem um die eigene Karriere ging und die sich ihren Wählerinnen und Wählern, die ja eine bestimmte Politik gewählt haben, sehr wenig verpflichtet gefühlt haben“, so die BSW-Gründerin weiter.

Insgesamt habe das Verhalten der Thüringer Ex-BSWler nur der AfD geholfen. Dass man die in Thüringen „doch so krass enttäuscht“ habe, habe viele Wähler dazu gebracht, „dass sie aktuell nicht BSW wählen würden, sondern insbesondere AfD wählen würden. Also auch da sieht man eine ganz klare Wählerbewegung. Und wir hoffen natürlich, dass wir viele von diesen Menschen auch wieder überzeugen können“, sagte Wagenknecht dem Fernsehsender „Welt“. BSW stehe für eine andere Politik. „Wir sind nicht eine Partei, die die Altparteien an der Macht hält, auch weil wir sehen, dass deren katastrophale Politik natürlich immer mehr Wut im Land erzeugt“, so die BSW-Gründerin.

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