Grüne kritisieren CDU-Forderung nach flächendeckenden Klassenassistenzen
Die Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat die Forderung der CDU nach einer flächendeckenden Einführung von Klassenassistenzen an Grundschulen als unrealistisch und nicht finanzierbar kritisiert. Das teilte die Abgeordnete Lena Nzume in einer Rede im Landtag mit.
Sie wies darauf hin, dass eine solche Maßnahme bei rund 15.300 Grundschulklassen jährliche Kosten von etwa 600 Millionen Euro verursachen würde.
Nzume betonte, dass das Land bereits seit Jahren multiprofessionelle Teams an Schulen ausbaue. Seit 2019 sei die Zahl der pädagogischen, sozialpädagogischen und therapeutischen Fachkräfte an öffentlichen Schulen um rund 2.300 Vollzeiteinheiten gestiegen.
Inklusion sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen, für die es bereits gute Beispiele in Städten wie Wilhelmshaven, Lüneburg oder Hameln-Pyrmont gebe.
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Die Abgeordnete warf der CDU vor, mit ihrem Antrag lediglich wohlklingende Forderungen aufzustellen, ohne diese im Haushalt zu unterfüttern. Verantwortungsvolle Bildungspolitik benötige nachhaltige Lösungen, an denen die Landesregierung arbeite.
Sie verwies darauf, dass Bundesmittel für die Eingliederungshilfe nicht durch Landesmittel für flächendeckende Assistenzen ersetzt werden sollten.
dts Nachrichtenagentur




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