Wiese sieht „vorbestrafte psychisch Kranke“ als Gefährdergruppe
Nach dem tödlichen Messerangriff von Aschaffenburg will SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese vorbestrafte psychisch Kranke ins Visier nehmen. „Wir brauchen eine reibungslose Kommunikation zwischen Bund, Ländern und Kommunen über eine neue mögliche Gefährdergruppe: vorbestrafte psychisch Kranke, die nachweislich eine Gefährdung für die Allgemeinheit sind“, sagte Wiese der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).
Man habe es wohl erneut mit einem Täter zu tun, „der in keines unserer Raster der Gefährderbeobachtung passt und deshalb nicht gestoppt wurde. Das muss dringend Konsequenzen haben“, sagte der SPD-Politiker. „Ziel muss es sein, diese Lücke zu schließen, und zwar schnell.“
Es seien „noch viele Fragen offen, wie zum Beispiel, warum es den bayerischen Behörden nicht gelungen ist, den bereits vorbestraften, psychisch-kranken und dazu noch ausreisewilligen Asylbewerber abzuschieben“, so Wiese. „Wir sind es den Opfern schuldig, aus der furchtbaren Tat zu lernen, die richtigen Konsequenzen zu ziehen und hart durchzugreifen.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: Dirk Wiese (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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