VdK kritisiert pauschale Spritpreis-Senkung

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat verhalten auf die Wiedereinführung des Tankrabatts und die mögliche Einführung eines Spritpreisdeckels reagiert.
Es sei grundsätzlich richtig, dass die Bundesregierung den Menschen angesichts der massiven Preissteigerungen bei Sprit helfen wolle, sagte Bentele der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der Ansatz mit zwei Maßnahmen, einerseits unmittelbare Entlastung zu schaffen und andererseits aber auch die Preistreiberei der Konzerne zu begrenzen, sei richtig.
Die pauschale Senkung der Spritpreise über die Energiesteuer sei allerdings die „Gießkanne par excellence“, kritisierte Bentele. Sie entfalte keinerlei Steuerungswirkung und entlaste reiche wie arme Menschen gleichermaßen.
Es wäre also viel sinnvoller gewesen, gezielt dort zu helfen, wo die Not am größten ist: bei Menschen mit geringen Einkommen, für die steigende Spritpreise schnell zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden, bei Alleinerziehenden, die für Arbeit und Kinderbetreuung auf das Auto angewiesen sind, und bei Menschen in ländlichen Regionen, in denen es vielerorts keine ausreichende Bus- und Bahnverbindung gibt, so die VdK-Präsidentin.
Richtig sei eine Einführung eines Spritpreisdeckels. Hier hätte man sich schon viel früher ein Beispiel an europäischen Nachbarn nehmen sollen, sagte Bentele. „Der Ausgangspreis für den Deckel darf nicht zu hoch angesetzt werden, damit die Preistreiberei der Konzerne wirksam unterbunden wird.“
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