Ukrainischer Botschafter spricht von „zweitschlimmstem Tag“

Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, hat die Raketenangriffe von heute auf die Ukraine als „zweitschlimmsten Tag“ seit dem Beginn des Krieges bezeichnet. „Menschen sind zu Tode gekommen in der Rush Hour ganz früh am Vormittag, und das sollte, glaube ich, auch für viele Deutsche ein Warnsignal sein, dass man etwas anderes tun sollte, und auch mit diesem Russland, das immer mehr ein Terrorstaat wird, anders umgehen sollte“, sagte Melnyk RTL/ntv.

Auch wegen der Drohungen Russlands, Atomwaffen einzusetzen, mache man sich „riesige Sorgen“. Diese Gefahr sei leider real, der heutige Tag habe gezeigt, dass der russische Präsident Wladimir Putin offenbar zu allem fähig sei. „Es liegt jetzt aus unserer Sicht an den Atommächten dieser Welt, ihm klar zu machen, Herrn Putin, dass er diesen Schritt besser nicht wagen sollte, dass der Preis dann für ihn ein enormer sein wird“, so Melnyk weiter. Die Ukraine habe ihre Atomwaffen 1994 abgegeben, an Russland, in der Hoffnung, dass die Sicherheit des Landes garantiert werde.

Anzeige

Die Westmächte, so Melnyk, „sollen Russland ganz klar ohne diplomatische Floskeln darstellen, was Russland erwarten würde, sollte Putin die Atomwaffen in der Ukraine einsetzen. Und ich glaube, dass unsere Partner und Verbündete durchaus in der Lage sein sollten, das in einer Sprache zu tun, die Putin verstehen wird.“ Wie diese Folgen aussehen mögen, das obliege nicht der Ukraine. „Wir erwarten vom Westen, dass er – und auch von den Deutschen übrigens – dass, wenn es zu diesem Schritt kommen soll, was wir nicht hoffen, dass alle Mittel eingesetzt werden, die Putin und seinem Regime und seinen Truppen wehtun werden,“ so der Botschafter.

„Wir wollen nicht, dass ein dritter Weltkrieg ausbricht. Wir wollen keinen Atomkrieg herbeireden. Aber das sind ja nicht wir, die hier drohen, sondern das ist ein Mann namens Putin.“

Foto: Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenAlstom-Chef sieht „goldenes Zeitalter“ für ZugverkehrNachrichtenBericht: Institute verdoppeln WachstumsprognoseNachrichtenDax legt deutlich zu – rückläufiger Ölpreis sorgt für Kauflaune
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
OldenburgCampus Handwerk legt bei Besucherzahl zuKulturFilmfest: German Independence Award für „Variations on Violence“NiedersachsenMotorradfahrer stirbt in Ahlerstedt nach Zusammenstoß mit TransporterNachrichtenRehlinger kritisiert Merz: Kanzler schätzt Lage falsch einNachrichtenGroße US-Sender schränken Trump-Berichterstattung einNiedersachsenVier Verletzte bei Zusammenstoß vor Heide-Park in Soltau

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok