Über 100.000 Geldwäsche-Verdachtsfälle unbearbeitet

Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Geldwäsche-Spezialeinheit FIU schafft es nicht mehr, die Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zeitnah abzuarbeiten. Die Parlamentarische Finanzstaatssekretärin Katja Hessel (FDP) berichtet in einem Schreiben an den Bundestag von knapp 101.000 Verdachtsfällen, die nicht abschließend geprüft worden sind.

Das meldet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Zum Stichtag 30. September seien diese Meldungen „als risikorelevant mit unterschiedlichen Risikoprofilen ausgesteuert, aber noch nicht weiter bearbeitet worden“, zitiert die FAZ aus ihrem Brief vom 24. Oktober an den Bundestagsfinanzausschuss. Nicht betroffen seien die Bereiche Staatsschutz und Terrorismusfinanzierung sowie sogenannte Fristfälle. Das Ministerium könne mit Blick auf die berichteten Bearbeitungsrückständen nur auf Einhaltung der rechtlichen Grenzen hinwirken, schreibt Hessel.

Anzeige

Hier habe man die FIU schon aufgefordert, „die bestehenden Bearbeitungsrückstände kurzfristig abzuarbeiten und sicherzustellen, dass solche Bearbeitungsrückstände künftig nicht mehr entstehen“. Wie die FAZ weiter berichtet, hat die FIU hat angekündigt, die Bearbeitungsrückstände bis zum Frühjahr 2023 abzuarbeiten. Die beim Zoll angesiedelte Spezialeinheit hat die Aufgabe, Hinweisen von Finanzinstituten, Autohändlern, Kunsthäusern und Maklern nachzugehen, wenn der Verdacht besteht, dass das Geld beispielsweise mit Drogen oder erzwungener Prostitution verdient wurde. Bis auf 100 Milliarden Euro schätzen Fachleute den Betrag, der jährlich in Deutschland gewaschen wird.

Die Zahl der Verdachtsmeldungen hat im Jahr 2021 verdoppelt – auf 298.507 Meldungen.

Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenSächsische Kleinstadt verbietet „Stolpersteine“NachrichtenSPD-Fraktionschef will von Linken Abgrenzung vom AntisemitismusNachrichtenMiersch hält an Attestpflicht ab erstem Krankheitstag fest
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenVoigt will deutliche Kurskorrektur der BundesregierungNachrichtenRhein lehnt Steuererhöhungen der Bundesregierung abNachrichtenBericht: Bund will ab 2027 einkommensabhängige Krisenhilfen zahlenNachrichtenBericht: 7.000 Euro Rückkehrprämie für Syrer im GesprächNachrichtenUnionsfraktionsvize lehnt pauschale Berufsgruppen-Rente abNachrichtenDax lässt nach – Aktien von Beiersdorf und Hannover Rück gefragt

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok