Sturzflut in Nepal: Bündnis stellt 100.000 Euro bereit

Die schwere Sturzflut in Nepal hat Ortschaften zerstört und weite Teile der Infrastruktur beschädigt.

Die schwere Sturzflut in Nepal hat Ortschaften zerstört und weite Teile der Infrastruktur beschädigt. Hilfsorganisationen haben erste Nothilfemaßnahmen gestartet.
Foto: Sunil Sharma/Zuma/ddp via dts Nachrichtenagentur

Mehr als tausend Menschen wurden bei der Sturzflut in der schwer zugänglichen Bergregion am Himalaya verschüttet. Ganze Ortschaften wurden mitgerissen, weite Teile der Infrastruktur zerstört. Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ sondieren seit dem 27. August 2026 die Lage vor Ort und starten erste Hilfsmaßnahmen. Das Bündnis stellt dafür 100.000 Euro bereit. Ziel ist es, Überlebende zu versorgen, Menschen zu retten und den dringendsten Bedarf in den betroffenen Regionen zu decken.

„Die Bilder von der Katastrophe in Nepal sind erschütternd. Für die betroffene Bevölkerung ist das eine Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes. Es braucht nun schnell koordinierte Hilfen, um Überlebende zu versorgen und Menschenleben zu retten“, sagt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“.

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Helferteams erreichen Katastrophengebiet

Die Bergung und Rettung verschütteter Menschen läuft weiter. Lokale Partnerorganisationen haben das Katastrophengebiet nach Angaben des Bündnisses erreicht. „Die Helferteams unserer lokalen Partnerorganisation sind bereits im Katastrophengebiet eingetroffen“, sagt Beate Tohmé, Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks Stiftung Global-Care.

Im Rahmen der Nothilfe sollen 400 Familien in Jajarkot und Rolpa mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, Hygienepaketen und Baumaterial für Notunterkünfte versorgt werden. AWO International verfügt nach Angaben des Bündnisses über ein Warenlager in Nepal. Dort stehen mehr als 300 Hilfspakete mit Decken, Matratzen, Planen, Eimern, Wasserkrügen und Hygieneartikeln bereit.

Weitere Bündnisorganisationen wie World Vision, TERRA Projekte International und Habitat for Humanity stehen mit ihren Länderbüros oder lokalen Partnern in Kontakt. Sie prüfen, welche Hilfe die betroffene Bevölkerung am dringendsten braucht.

Nach ersten Schätzungen der Vereinten Nationen sind rund 10.000 Haushalte auf humanitäre Hilfe angewiesen. Besonders betroffen sind die Distrikte Rasuwa und Nuwakot nahe der Grenze zur chinesischen autonomen Region Tibet.

„Aktion Deutschland Hilft“ nimmt Spenden für die Nothilfe nach der Flut in Nepal über das gemeinsame Konto des Bündnisses (IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30) und online über die Website entgegen. Das Spendenstichwort lautet „Flut Nepal“.

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