Riexinger kritisiert Pläne von Galeria Karstadt Kaufhof
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Chef Bernd Riexinger hat die beabsichtigte Schließung der Hälfte aller Filialen bei der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof scharf kritisiert. „Ich hatte schon immer den Verdacht, dass der Kauf von Kaufhof nie in der Absicht geschah, den Betrieb voranzubringen, sondern dass da immer Immobilienspekulation im Spiel war“, sagte Riexinger den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagsausgaben). Was jetzt passiere, habe „mit Corona gar nichts zu tun“.
Der Kurs der Unternehmensleitung werde „voll auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen“, so der Linken-Chef weiter. Dies sei „ein ganz übles Spiel mit Tausenden Existenzen. Wir werden alle unterstützen, die sich dagegen wehren“, sagte Riexinger. Er zeigte sich „richtig empört“, weil er viele betroffene Beschäftige kenne und miterlebt habe, „welche Tortur sie durchmachen mussten“. Lohn- und Gehaltsverzichte der letzten Jahre hätten offenbar nichts genutzt, so der Linken-Politiker weiter. Nötig sei nun politischer Druck für einen Standortsicherungsvertrag. Zudem hätten Kaufhäuser „eine Bedeutung für lebendige Innenstädte“, sagte Riexinger den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Wenn die fehlten, fehle „auch ein Stück Einkaufskultur.“
Foto: Galeria Kaufhof, über dts Nachrichtenagentur
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