Neue Kritik an Stark-Watzinger

Bettina Stark-Watzinger am 04.07.2024, via dts Nachrichtenagentur

In der Fördergeldaffäre hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nach eigener Ansicht „innerhalb kurzer Zeit Transparenz hergestellt“. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag, über die der „Spiegel“ berichtet, heißt es, „es wurde aufgeklärt, und es sind Konsequenzen gezogen worden“.

Die Abgeordneten hatten 13 Fragen zum Ablauf der Fördergeldaffäre gestellt und auf Widersprüche in Aussagen von FDP-Ministerin Bettina Stark-Watzinger, ihrer Pressestelle und ihrer mittlerweile geschassten Staatssekretärin Sabine Döring hingewiesen. Am 11. Juni hatte der NDR E-Mails aus dem Ministerium veröffentlicht, in denen ein BMBF-Referat aufgefordert wurde zu überprüfen, ob man Wissenschaftlern Fördergelder entziehen könne, die sich in einem offenen Brief gegen Polizeieinsätze an Berliner Hochschulen ausgesprochen hatten.

Anzeige

Zuvor soll eine Liste mit den Namen jener Unterzeichnenden erstellt worden sein, deren Forschungsarbeit vom BMBF gefördert wird. Das Ministerium hatte hingegen stets betont, Fördermittel würden „nach wissenschaftlicher Exzellenz und nicht nach politischer Weltanschauung vergeben“. Ein Widerspruch, der nach Ansicht vieler Fachleute in Politik und Wissenschaft bisher nicht aufgeklärt ist.

„Aufklärung bedeutet bei der Ministerin offenbar Mauern und Aussitzen“, sagte Nicole Gohlke, Sprecherin der Linken für Bildung und Wissenschaft im Bundestag. „Es mutet schräg an, wenn das Ministerium erklärt, es sei alles geklärt, während wesentliche Fragen aber unbeantwortet bleiben.“ Das BMBF habe „offenbar kein Interesse daran, das beschädigte Vertrauen wiederherzustellen“.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Bettina Stark-Watzinger am 04.07.2024, via dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenEndergebnis: Linke gewinnt Berlin-WahlNachrichtenAmtliches Wahlergebnis: CDU in Mecklenburg-Vorpommern draußenNachrichtenKrankenhäuser fordern Abbau von Bürokratie im Gesundheitswesen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenRamelow weist Kritik des Zentralrats der Juden zurückNachrichtenDobrindt will Schutzstatus von Syrern breit aberkennenNiedersachsenSPD Niedersachsen wertet Schwesigs Aufholjagd als SiegNachrichtenMecklenburg-Vorpommern: CDU in Hochrechnungen unter fünf ProzentNachrichtenSchwesig sieht Möglichkeit für „demokratische, stabile Regierung“Sport1. Bundesliga: Paderborn gewinnt gegen Hoffenheim

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok