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Lauterbach fordert Kontrollen in privaten Wohnungen

Licht in Wohnungen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat angesichts der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen Kontrollen in privaten Räumen gefordert. „Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“.

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Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährdeten, müssten die Behörden einschreiten können. Lauterbach griff in dem Zusammenhang NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an, der sich dagegen ausgesprochen hatte. „Laschet irrt, wenn er solche Superspreading-Events weiterhin tolerieren will“, sagte Lauterbach. Vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte Lauterbach den Beschluss eines „Wellenbrecher-Shutdowns“ von Bund und Ländern. „Wenn wir einen vollständigen Shutdown samt Schulen, Kitas und Betrieben verhindern wollen, brauchen wir spätestens ab kommender Woche Mittwoch einen zweiwöchigen Wellenbrecher-Shutdown mit einzelnen Ausnahmen, mit dem wir die massive zweite Welle brechen können“, sagte Lauterbach. Schulen, Kitas und Geschäfte für den lebenswichtigen Bedarf könnten geöffnet bleiben, Betriebe ihre Arbeit so weit wie möglich ins Homeoffice verlagern. Nicht verschiebbare Familientreffen etwa für Beerdigungen könnten mit maximal reduzierter Anzahl von Personen stattfinden. Auf Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern sollte in dem Zeitraum verzichtet werden, sagte Lauterbach. „So ein Wellenbrecher-Shutdown ist unsere letzte Patrone.“

Foto: Licht in Wohnungen, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. Krumm
    28. Oktober 2020 um 9.11

    Danke Herr Lauterbach! Endlich sehen wir Ihr wahres Gesicht. Jetzt wissen wir, dass es schlimmer kommt als alle so genannten Verschwörungstheortiker jemals gefürchtet habe. Schöne Grüße aus dem 4. Reich. Ich bin gespannt. wer unter diesen Umständen die SPD noch wählen wir. Sagen wir es so: die AFD ist z.Z. näher am Grundgesetzt als Lauterbach. Traurig.

  2. W. Lorenzen-Pranger
    28. Oktober 2020 um 9.58

    >>Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. <<

    Damit überbietet er die Grusel-Visionen eines George Orwell und Aldous Huxley bei weitem. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß diesem Mann in seinem Wahn nicht mehr zu helfen ist, hier ist er.
    Die SPD sollte sich, wie im Fall Sarrazin, schnellstmöglich von so einem Typen trennen bevor die Umfragewerte endgültig im einstelligen Bereich ankommen – und, ach ja, hat nicht die "Antifa" gerade auch in Oldenburg für soche Ideen demonstriert, in dem sie meinte, sie trüge so gern Masken z.B.? Na ja, was gestern noch ein Verstoß gegen das "Vermummungsverbot" war ("…weil keiner gerne tut, was er tun darf, was verboten ist, das macht uns gerade scharf…" Wolf Biermann), ist das heute die Forderung der "Spießer". So ändern sich die Zeiten – und so mancher Politikinteressierte sollte vielleicht endlich mal Gesicht zeigen, es muß ja nicht gleich wie Italien enden. Argumente sind da ganz sicher nützlicher

    https://www.oldenburger-onlinezeitung.de/nachrichten/aerzteverbaende-kritisieren-corona-kurs-der-bundesregierung-52052.html