Nachrichten

Laschets Corona-Krisenmanagement gerät in die Kritik

Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gerät in der Corona-Krise auch in den eigenen Reihen unter Druck. „Wir haben sofort Schulen und Kitas geschlossen, und ich hätte mir gewünscht, dass man über einen solchen Schritt auch im Rest des Bundeslandes früher nachdenkt“, sagte der Landrat des besonders schwer vom Virus betroffenen Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), dem „Spiegel“. Er warf Laschet zudem vor, die Krise am Anfang nicht ernst genug genommen zu haben.

Anzeige

„Wir hatten den Eindruck, dass man denkt: Okay, das ist ein Problem des Kreises Heinsberg“, so Pusch. Das habe „schon wehgetan“. Auch der nordrhein-westfälische Handelsverband wirft Laschet mangelnde Entschlossenheit in der Krise vor: „Ich bin nicht begeistert von der Krisenkommunikation der Landesregierung“, sagte Verbandspräsident Michael Radau dem „Spiegel“. Es habe zuletzt „im Stundentakt“ Verunsicherung darüber gegeben, „ob der Einzelhandel nun offen bleibt oder nicht. Natürlich sind wir in einer Extremsituation, aber ein Hin und Her können wir uns nicht leisten“, so der Verbandspräsident weiter. Laschet hatte einige Maßnahmen später getroffen als andere Länder, zum Beispiel Bayern. Am Donnerstag verkündete der Ministerpräsident zur Beruhigung der Wirtschaft ein milliardenschweres Rettungspaket.

Foto: Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Mundschutzmasken aus dem Staatstheater

Nächster Artikel

Gesundheitssachverständiger: Quarantäne für über 70-Jährige

5 Kommentare

  1. Jens Armenat
    22. März 2020 um 19.36

    Herr Laschet ist als Ministerpräsident von NRW nicht tragbar. NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland, hat von Anfang an bis heute die meisten Infizierten und die meisten Todesfälle in der Republik. Statt von Beginn an, hart durchzugreifen die Pandemie einzudämmen, eilte Herr Laschet von Talkshow zu Talkshow um sein Geltungsbedürfnis genüge zu tun und spielte vor einer Woche die Warnungen des im Studio sitzenden Virologen herunter!

  2. Martin Heuser
    23. März 2020 um 11.42

    Herr Laschet verletzt grob fahrlässig seine Pflichten als Ministerpräsident. NRW hat als bevölkerungsreichstes Bundesland die meisten Infizierten und die meisten Todesfälle in Deutschland. Er schaut zu und maßregelt Herrn Söder für sein Ausscheren; der tut wenigstens etwas. Schaut man auf die Facebook Profile der beiden Herren, so findet man bei Hr. Söder durchweg „Likes“, bei Hr. Laschet nur „wütende Gesichter“. Anscheinend sind die Bürger der Ansicht, dass Hr. Laschet zu wenig tut. Auch die Lockerung der Kita-Schließungen in NRW ab heute kann nicht fassen! Hoffentlich vergisst der Wähler dieses stümperhafte Krisenmanagement bis zur Landtagswahl 2022 nicht und wählt dann Hr. Laschet als Ministerpräsidenten ab !

  3. Thomas Bouge
    15. April 2020 um 2.30

    Es beschleicht mich immer mehr das Gefühl das Herr Laschet mehr um seine politische Karriere denn um das Land und die Einwohner von NRW bemüht ist. Auch wenn ich nicht unbedingt ein Anhänger von Frau Kraft war, ihr konnte man aber den Einsatz zu ihrem Bundesland abnehmen. Sein rumgeeiere und seine Unentschlossenheit sind Verantwortungslos! würde im Kreis Heinsberg nicht ein solch verantwortungsbewusster Landrat sitzen der schlimmeres verhindert hat dann ……….

  4. Sharan
    16. April 2020 um 15.17

    Ach Leschet ach, was hast du wieder getan

  5. Martha Warkentin
    17. April 2020 um 20.21

    Herr Laschet opfert seine „Landeskinder“ auf dem dem Altar seines politischen Fortkommens. Ich weiß, daß die Mehrheit der NRW-Bürger massiv von ihm enttäuscht ist. Wenn er nicht SOFORT die Reißleine zieht und GEMEINSAM mit Frau Merkel und seinen Ministerpräsidenten-Kollegen den Kampf gegen das Virus fortsetzt, wird er sehr bald den Kürzeren ziehen. Ist er SO verblendet, daß er das nicht sieht?