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Heil will mit Qualifizierungsmaßnahmen Arbeitslosigkeit vorbeugen

Hubertus Heil, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angekündigt, einer Massenarbeitslosigkeit mit Qualifizierungsmaßnahmen vorbeugen zu wollen. Es sei arbeitspolitisch jetzt besonders wichtig, „die Menschen wieder aus der Arbeitslosigkeit herauszuholen“, sagte er der RTL/n-tv-Redaktion.

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Erreichen wolle er dies „mit Qualifizierung, mit den notwendigen Instrumenten, die dazu führen, dass Massenarbeitslosigkeit in dieser Krise nicht dauerhaft nach Deutschland zurückkehrt“. Da sich die Wirtschaft auch in der Krise ständig im Wandel befände, will Heil „Kurzarbeit mit Qualifizierung verbinden für die, die noch in Arbeit sind“. Statt kurzzeitige Jobs zu vermitteln setze er auf „nachhaltige Vermittlung von Arbeit“, so der Sozialdemokrat. „Wir geben lieber Geld dafür aus, die jetzt zu qualifizieren, den Berufsabschluss nach zu holen“, sagte der Minister im Hinblick auf Menschen in der Grundsicherung, die keine Berufsausbildung haben.

Dies wolle er „zügig mit der Koalition vereinbaren und auf den Weg bringen“. Generell sei die Arbeitslosigkeit in der Krise durch die wirtschaftlichen Einbrüche zwar gestiegen, „aber der Arbeitsmarkt ist widerstandsfähig“, so der Arbeitsminister. Hier helfe gerade das Instrument der Kurzarbeit „das ist unsere stabilste Brücke über dieses tiefe wirtschaftliche Tal“. Es sei daher gut, dass dieses Instrument ins nächste Jahr verlängert wurde „wir sichern nach wie vor Millionen von Arbeitsplätzen“, sagte der Bundesminister.

Foto: Hubertus Heil, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Polly
    30. Januar 2021 um 9.37

    Das hört sich doch alles ganz nett an!Ein kleines Beispiel was mir gerade wiederfahren ist und den Aussagen von Herrn Heil wiederspricht!Ich bin seit April 2019 arbeitslos (trotz guter Qualifikation)und 55 Jahre alt.Im Mai letzten Jahres habe ich dann mit einer Qualifizierungsmaßnahme begonnen,die bis November ging.Nach Absprache mit meinem Berater bei der Agentur für Arbeit habe ich die Maßnahme dann mit einen weiteren Kurs um 8 Wochen verlängert.Normalerweise hätte ich durch den Kurs Anspruch auf ALG1 bis Ende April 2020 gehabt.Auf einmal flatternden Mehr und mehr Änderungsbescheide ins Haus.Dort stand für den Bewilligungszeitraum plötzlich bis auf weiteres.Da mir das irgendwann seltsam erschien,rief ich bei der Agentur für Arbeit an was denn los sei.Dort wurde mir dann gesagt,das sich mein Bewilligungszeitraum auf Ende Februar verkürzt habe weil ich noch eine Weiterbildung gemacht habe,und damit aus der Sonderregelung wegen Corona ausscheide
    die am 31.12.2020 ende.Was sagte die nette Dame von der Agentur!Mit der Weiterbildung haben Sie sich selbst ein Bein gestellt und die Arschkarte gezogen.Fördern und Fordern,gell Herr Weil!Hätte ich anstatt 8 Wochen jeden Tag 8,5 Stunden eine Fortbildung zu absolvieren meine Füße hoch gelegt,hätte ich jetzt 2 Monate länger Anspruch auf ALG1.Unglaublich aber wahr!