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FDP wirft Kanzleramtschef Schönfärberei vor

Helge Braun, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) in der Coronakrise Schönfärberei vorgeworfen. „Die Gefahr eines zweiten Ischgl wird nach den Partys der letzten Tage am Ballermann, dem bulgarischen Goldstrand, St. Tropez und nun auch am kroatischen Zrce-Beach mit jedem weiteren Party-Hotspot und der Untätigkeit der Bundesregierung größer“, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). „Deshalb kann das Schönreden von Kanzleramtsminister Braun so nicht stehenbleiben.“

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Theurer sagte, die Kanzlerin müsse die „irreführende Aussage“ Brauns, Deutschland habe die Corona-Lage „im Griff“, gerade rücken. „Zudem muss die Bundesregierung die längst überfällige Teststrategie für den Umgang mit Reiserückkehrern aus diesen Party-Hotspots vorlegen und durchsetzen“, so der FDP-Fraktionsvize. Braun hatte in der „Bild am Sonntag“ eine positive Bilanz der aktuellen Corona-Lage in Deutschland gezogen. „Derzeit kann man sagen: Wir haben Corona in Deutschland im Griff“, sagte er. Braun hatte ergänzt, dies sei eine Momentaufnahme – das Virus sei nach wie vor im Land.

Foto: Helge Braun, über dts Nachrichtenagentur

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