DGB besorgt über Arbeitsbedingungen für Erntehelfer
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Nordrhein-Westfalen mahnt in der Diskussion um fehlende Erntehelfer in der Landwirtschaft Arbeitsschutzstandards und den gesetzlichen Mindestlohn an. In einem Brief an NRW-Verbraucherministerin Ursula Heinen-Esser (CDU), über den die „Neue Westfälischen“ berichtet, kritisiert die DGB-Landesvorsitzende Anja Weber Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Auf dem von ihrem Ministerium eingerichteten Erntehelfer-Plattform „daslandhilft“ werde der Eindruck erweckt, dass Arbeitsschutzstandards und der gesetzliche Mindestlohn in der Corona-Krise nicht gelten würden.
Dort heiße es, es gebe „keinen pauschalen Stundenlohn“, der Verdienst sei „individuell zu vereinbaren“. Erst eine Intervention des DGB bei der Ministerin habe dafür gesorgt, dass in den Texten der Internetseite klargestellt worden, dass auch in der Landwirtschaft der gesetzliche Mindestlohn gelte. Weber bittet die NRW-Landwirtschaftsministerin, auch nach außen deutlich zu machen, dass Arbeitsschutzstandards und die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns in Krisenzeiten nicht obsolet seien, ganz gleich ob es um osteuropäische Saisonarbeiter oder – wie jetzt in der Diskussion – um Geflüchtete oder andere angeworbene Kräfte gehe.
Foto: Bauer auf Traktor, über dts Nachrichtenagentur
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