Deutscher Reiseverband kritisiert neue Corona-Quarantäneregel

Ein Pärchen wartet am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die künftigen Corona-Quarantäneregeln nach Auslandsreisen kritisiert der deutsche Reiseverband scharf als ein faktisches Berufsverbot für die Branche. „Die Bundesregierung unterbindet faktisch die Berufsausübung von Reisebüros und Reiseveranstaltern. Es gibt für den Winter derzeit fast nichts, was verkauft werden kann“, sagte Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes, der „Bild am Sonntag“.

Damit sei die Reisewirtschaft „eine Händlerin ohne Ware“. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten eine fünftägige Quarantäne antreten müssen, bevor sie einen Coronatest machen können. Kritik übte Fiebig auch an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und seinem Ratschlag, den Herbsturlaub in Deutschland zu verbringen. Damit messe der Minister mit zweierlei Maß: „In Bayern gibt es aktuell drei Hotspots: Rosenheim, Würzburg und Kaufbeuren. In Spanien gibt es eine Reihe von touristisch relevanten Inseln, zum Beispiel Lanzarote, Formentera und Menorca, die keinen einzigen Hotspot haben.“ Trotzdem gelte dort eine Reisewarnung. „Das ist absurd und schadet nicht nur der deutschen Reisewirtschaft“, so Fiebig.

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Foto: Ein Pärchen wartet am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

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