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Datenmodellierer befürchtet Inzidenz über 400 Ende November

Corona-Hinweis, über dts Nachrichtenagentur

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – Der Pharmazieprofessor und Datenmodellierer Thorsten Lehr betreibt seit März 2020 ein Corona-Prognosemodell, das verschiedene Szenarien für den Verlauf der Corona-Pandemie berechnet. „Ende des Monats wird die bundesweite Inzidenz bei über 400 liegen“, wenn es so weitergehe wie bisher, sagte er dem Nachrichtenportal Watson.

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„2G ist derzeit in meinen Augen der beste Kompromiss, den wir haben, weil der Lockdown an sich zur Persona non grata degradiert worden ist“, so der Wissenschaftler. Lehr ist aber der Meinung, dass die Politik schlussendlich gezwungen sein wird, noch härtere Maßnahmen zu ergreifen: „2G ist letztendlich der Strohhalm, den wir jetzt gerade haben. Es ist der härteste Hammer, der gerade so rumliegt. Aber ob er reicht, das wage ich erst mal zu bezweifeln“, so der Datenmodellierer.

„Es würde mich wundern, wenn wir einen Weg ohne härtere Maßnahmen durch diesen Herbst und Winter finden.“ Der Pharmazeut kritisiert, dass die Politik nicht präventiv genug handelt: „Impfen und Boostern bringt uns kurzfristig nichts. Über die nächsten drei bis vier Wochen bringt uns das keine große Entlastung“, da der Immunschutz erst später vollständig sei. Es brauche jetzt zeitnah strengere Maßnahmen.

„Der Bevölkerung wird nicht kommuniziert, wie die Lage ist und die ist in meinen Augen extrem ernst im Moment“, sagte der Wissenschaftler. „Der schlimmste Teil des Infektionsgeschehens wird uns noch bevorstehen gegen Ende des Jahres.“

Foto: Corona-Hinweis, über dts Nachrichtenagentur

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