Chrupalla wirft Regierung „Doppelmoral“ bei Russland-Debatte vor

Chrupalla wirft Regierung „Doppelmoral“ bei Russland-Debatte vor

Foto: via dts Nachrichtenagentur

AfD-Chef Tino Chrupalla hat der Bundesregierung in der Diskussion um Maßnahmen gegen Russland wegen der Drohnen-Attacke von Leipzig „Doppelmoral“ vorgeworfen.

„Ich hätte es vor allen Dingen begrüßt, wenn man das auch auf den Anschlag der Ukraine auf Nord Stream gemacht hätte“, sagte Chrupalla am Dienstag dem Nachrichtensender „Welt“. Dort aber habe die Bundesregierung „überhaupt keine Reaktion gezeigt“. Grundsätzlich begrüße er zwar, dass es eine schnelle Aufklärung geben solle, so Chrupalla. Aber noch habe man „keinen Beweis, dass russische Akteure, beziehungsweise auch der Staat, die Regierung dahintersteckt“.

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Weitere Sanktionen auf europäischer Ebene hält Chrupalla für wenig erfolgversprechend: „Wir haben jetzt 22 Sanktionspakete der EU beschlossen. Das hat weder Russland zu irgendeinem Lenken oder Einknicken gebracht.“ Eine diplomatische Vorladung des russischen Botschafters würde Chrupalla als Reaktion zunächst ausreichen: „Natürlich muss man sich dagegen wehren: Man muss den Botschafter einbestellen, man muss die Dinge natürlich klären.“

Das aber gelte auch für den Umgang mit der Ukraine: „Natürlich muss man endlich ins Gespräch kommen, das ist der Punkt. Und ich hätte mir gewünscht, dass man den ukrainischen Botschafter einbestellt nach dem größten Anschlag auf unsere Infrastruktur, das war Nord Stream, und nicht so wegwischt und so tut, als wenn man dort keine Schädigung hatte. Wir haben über 150 Milliarden Euro als wahrscheinlich ‚Dankeschön‘ noch der Ukraine zur Verfügung gestellt.“

Nun sei vor allem wichtig, „dass man als allererstes die Infrastruktur und auch gerade die kritische Infrastruktur besser schützt. Das hat man bei Nord Stream schon nicht gemacht.“

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